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Bahnstrecke Warburg–Sarnau

02.05.2012 @ 07:05, Knergy,

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| Nordrhein-Westfalen, Hessen
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Die Bahnstrecke Warburg–Sarnau ist eine 100,9 Kilometer lange, eingleisige Eisenbahnnebenstrecke in Nordhessen. Der Nordabschnitt Warburg–Korbach wird „Twistetalbahn“ genannt Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Eisenbahn in Hessen. Kulturdenkmäler in Hessen. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Theiss Verlag, Stuttgart 2005, 3 Bände im Schuber, ISBN 3-8062-1917-6, Band 2.2 (Strecke 052), S. 690 ff. , der mittlere Abschnitt Korbach–Frankenberg (Eder) wird „Untere Edertalbahn“ und der Südabschnitt Frankenberg–Sarnau „Burgwaldbahn“ genannt.

Zwischen Warburg und Volkmarsen sowie zwischen Korbach (Süd) und Herzhausen ist die Strecke stillgelegt; zwischen Herzhausen und Frankenberg findet in der Sommersaison sonntäglicher Ausflugsverkehr statt.

Verlauf


Die Strecke begibt sich zunächst in einer doppelten Kehrschleife durch Warburg hinab ins Diemeltal und führt dann flussaufwärts entlang der Twiste in Richtung Korbach, wo die Diemel-Eder/Fulda/Weser-Wasserscheide überwunden wird. Durch die engen Täler von Kuhbach und Itter (dort waren sogar zwei Tunnel nötig) führt sie hinab nach Herzhausen, am Anfang des Edersees vorbei. Bis Frankenberg folgt die Bahnlinie nun flussaufwärts der Eder. Im Burgwald wird mit der Rhein-Weser-Wasserscheide eine weitere Wasserscheide auf Höhe des Wiesenfelder Tunnels überquert, bis schließlich bei Ernsthausen das Tal der Wetschaft erreicht ist. In Sarnau, wo die Wetschaft in die Lahn mündet, mündet auch die Burgwaldbahn in die Obere Lahntalbahn.

Abschnitte


Twistetalbahn (Warburg–Korbach)


miniatur|links|Empfangsgebäude des [[Bahnhof Warburg (Westfalen)|Bahnhofs Warburg]]

Die Twistetalbahn ist der knapp 44 Kilometer lange Nordabschnitt der Bahnstrecke Warburg–Sarnau und verläuft zwischen Warburg und Welda in Nordrhein-Westfalen. Der Abschnitt von Warburg nach Arolsen (damals noch nicht Bad) wurde am 1. Mai 1890 eröffnet. Die Weiterführung nach Korbach folgte am 15. August 1893. Nach der Eröffnung der Bahnstrecke Volkmarsen–Vellmar-Obervellmar 1897 wurde eine direkte Verbindung nach Kassel geschaffenLandesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Eisenbahn in Hessen. Kulturdenkmäler in Hessen. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Theiss Verlag, Stuttgart 2005, 3 Bände im Schuber, ISBN 3-8062-1917-6, Band 2.2 (Strecke 068), S. 777 ff. . Da die Reisenden aber meist Kassel als Reiseziel hatten und sich den Umweg über Warburg und einen Umstieg ersparen wollten, entwickelte sich der Verkehr Volkmarsen–Kassel stärker als Volkmarsen–Warburg. Deshalb wurde der Personenverkehr auf diesem Teilstück bereits am 28. Mai 1967 eingestellt. Der Güterverkehr folgte am 10. März 1977. Da sich der Erhalt dieses Abschnittes nicht lohnte, wurde er zum 31. Dezember 1982 stillgelegt und 1983 abgebaut. Heute verläuft teilweise ein Radweg auf der Trasse.

miniatur|links|[[Empfangsgebäude des ehemaligen Bahnhofs Warburg-Altstadt]]

Der Abschnitt Volkmarsen–Korbach hatte in den 1980er Jahren auch einen Rückgang der Reisendenzahlen zu verzeichnen. Am 30. Mai 1987, als der Personenverkehr auf der Unteren Edertalbahn eingestellt wurde, endete er auch auf dem Abschnitt Volkmarsen–Korbach. Der Güterverkehr wurde jedoch weiterbetrieben. In den 1990er Jahren wurden dann Stimmen für eine Reaktivierung dieses Abschnittes laut. Deshalb wurde der Personenverkehr am 4. Oktober 1998 wieder aufgenommen. Es war eine der ersten Reaktivierungen in Hessen. Mittlerweile wurde der Verkehr durch die DB-Tochter Kurhessenbahn übernommen und die Fahrgastzahlen stiegen. 2006 wurde die Strecke auf Elektronische Stellwerke umgestellt und umfassend saniert. Es gibt durchgehende RE-Verbindungen von Korbach-Süd nach Kassel. In Korbach bestehen Umsteigemöglichkeiten zur Bahnstrecke nach Brilon-Wald (Uplandbahn), die ebenfalls von der Kurhessenbahn betrieben wird. Es gibt auch noch geringen Güterverkehr nach Korbach.

Untere Edertalbahn (Korbach–Frankenberg)


miniatur|links|[[Bahnhof Korbach]]

miniatur|links|Dampflok-Sonderzug bei der Ausfahrt aus dem [[Bahnhof Frankenberg (Eder) (2010)]]

Die Untere Edertalbahn ist der gut 31 Kilometer lange Mittelabschnitt der Strecke Warburg–Sarnau. Er wurde am 1. Mai 1900 eröffnet. Der Personenverkehr bestand hauptsächlich aus Pendlern, die nach Frankenberg (Eder), Marburg oder Korbach wollten. In Frankenberg bestanden Umsteigemöglichkeiten nach Winterberg, Bad Berleburg und Bestwig. Von Korbach konnte man per Bahn weiter nach Brilon-Wald und Bad Wildungen reisen.

Da in diesem Abschnitt keine weiteren Bahnstrecken abzweigten, die meisten Bahnhöfe außerhalb der Orte lagen, die recht gut ausgebaute B 252 parallel verläuft und die Region nur dünn besiedelt ist, rentierte sich der Personenverkehr nach und nach immer weniger. Deshalb wurde er am 30. Mai 1987 eingestellt. Bis 1991 gab es noch Güterverkehr von Frankenberg nach Ederbringhausen. Der Rest der Strecke wurde nur vereinzelt von Güterzügen befahren. Es gab auch noch einige Sonderfahrten auf dem Abschnitt, die aber 1991 eingestellt wurden. 1997, als der Hessentag in Korbach stattfand, gab es auf dem gesamten Abschnitt Sonderfahrten, die aber sofort danach wieder eingestellt wurden.

Nachdem 1998 ein Teil des Abschnitts Korbach–Volkmarsen reaktiviert wurde, wurden auch Planungen aufgenommen, die Untere Edertalbahn zu reaktivieren, um eine durchgehende Verbindung nach Marburg und ins Rhein-Main-Gebiet zu schaffen. Am 29. September 1999 wurde als erstes das Teilstück vom Bahnhof Korbach nach Korbach-Süd für den Personenverkehr reaktiviert. 2005 wurde dann der Abschnitt Frankenberg–Herzhausen für die Reaktivierung freigeschnitten.

Als Vorlauf für die geplante Reaktivierung wurde in den Jahren 2006 und 2007 ein sonn- und feiertäglicher Ausflugsverkehr von Frankenberg nach Herzhausen angeboten, jedoch wegen Kürzungen vonseiten des Landkreises Waldeck-Frankenberg nicht auf die folgenden Jahre ausgeweitet.

Im Jahre 2007 gab der NVV bekannt, dass er mit sofortiger Wirkung die Burgwaldbahn stilllegen werde. Daraufhin wurde der Ausflugsverkehr komplett aufgegeben. Da die Stilllegung der Burgwaldbahn aber die Existenz der Kurhessenbahn stark gefährdet hätte, änderte der NVV unter Druck der DB seine Entscheidung.

Am 25. September 2008 beschloss der Hessische Landtag aufgrund einer Initiative der Grünen, die Bahnstrecke Frankenberg–Korbach zu reaktivieren. Die Gleise sind noch nicht abgebaut; es würde eine durchgehende Verbindung von Marburg über Korbach nach Brilon geschaffen werden. Der Streckenabschnitt sollte für den regulären Bahnverkehr in Stand gesetzt werden. Ab Sommer 2009 sollte wieder ein regelmäßiger Verkehr von Frankenberg nach Herzhausen stattfinden. Eine durchgehende Verbindung nach Korbach sollte längerfristig anvisiert werden.[http://www.giessener-anzeiger.de/sixcms/detail.php?id=3960436&template=d_artikel_import&_adtag=business&_zeitungstitel=1133842&_dpa=wirtschaft Gießener Anzeiger vom 10. Oktober 2008] Von der neuen Landesregierung aus CDU und FDP, die im Januar 2009 ihre Arbeit aufnahm, wurde dieser Beschluss bisher nicht umgesetzt.

Erst im Mai 2011 wurde der Ausflugsverkehr wieder aufgenommen. Es pendelten fünf Zugpaare an Sonn- und Feiertagen bis Ende Oktober im Zweistundentakt zwischen Marburg und Herzhausen.[http://kursbuch.bahn.de/hafas/kbview.exe/dn/KB622_H_Taeglich_G05112010.pdf?filename=KB622_H_Taeglich_G05112010.pdf&orig=ut kursbuch.bahn.de] Das Teilstück zwischen Herzhausen und Korbach-Süd blieb aber wegen des starken Bewuchses und seines schlechten Zustandes weiterhin für jeglichen Verkehr gesperrt. Auch 2012 wird der Sonderverkehr fortgeführt und startet bereits im April, einen Monat früher als 2011. Es wird wieder ein Zweistundentakt mit fünf Zugpaaren angeboten. Die Haltepunkte Goßberg und Schreufa werden weiterhin nicht bedient.[http://www.kurhessenbahn.de/kurhessenbahn/view/mdb/kurhessenbahn/fahrplan/pdf/MDB98860-622_web_fahrplanflyer_marburg-frankenberg.pdf Ausflugsverkehr nach Herzhausen 2012]

Am 29. September 2011 verkündeten die lokalen Tageszeitungen Frankenberger Zeitung und HNA, dass der Landkreis Waldeck-Frankenberg 2,8 Millionen Euro für die Reaktivierung des Teilstücks von Herzhausen nach Korbach zur Verfügung stelle.[http://www.hna.de/nachrichten/kreis-waldeck-frankenberg/korbach/kreistag-bahnlinie-korbach-frankenberg-soll-reaktiviert-werden-1426328.html Korbach–Frankenberg soll reaktiviert werden]; [http://www.wlz-fz.de/Lokales/Landkreis/Kreis-will-2-8-Millionen-Euro-in-Bahnstrecke-investieren Kreis will 2,8 Mio € investieren] Im Dezember 2011 gab der NVV bekannt, dass er eine Reaktivierung des Abschnittes im Personen– und Güterverkehr ernsthaft prüfen möchte. Ein positives Ergebnis der Wirtschaftlichkeit sowie ein Finanzierungskonzept für den Betrieb seien nötig, um im März 2012 für die Wiederinbetriebnahme zu entscheiden. [http://www.nvv.de/115.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=750&cHash=a49c132722844e8e039e13118189d731 Bemühung des NVV um die Reaktivierung Korbach–Frankenberg]. Inzwischen liegt das Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsprüfung vor, welches mit einem Wert über 1 abschließt. Die Entscheidung über die Reaktivierung wurde allerdings auf Juni 2012 vertagt. Weiter ist nun bekannt, dass die Züge der Linie R42 aus Marburg kommend im 2 Stunden-Takt bis Brilon Stadt durchgebunden werden sollen.[http://www.nvv.de/115.html?&tx_ttnews[tt_news]=834&cHash=a5e5f62d37ae6d542b4e71f962966a97 NVV Presseinfo vom 14. März 2012]

Inzwischen hat sich eine Interessengemeinschaft gegründet, die sich dem Thema der Reaktivierung widmet.[http://www.igue.blogspot.com/ Interessengemeinschaft Edertalbahn] Sie ist Teil des Arbeitskreises zur Förderung des Schienenverkehrs im Raum Marburg e.V.

Burgwaldbahn (Frankenberg–Sarnau Bbf)


miniatur|links|Zugkreuzung im [[Bahnhof Frankenberg (Eder) (2006)]]

miniatur|links|Im Herbst 2010 abgebaute Lichtsignale in Münchhausen

Die Burgwaldbahn ist der 26 Kilometer lange Südabschnitt der Bahnstrecke Warburg–Sarnau. Er wurde am 1. Juli 1890 eröffnet [http://www.op-marburg.de/Lokales/Marburg/Zwischen-Abrisszug-und-Hoffnung Die Burgwaldbahn]. In Sarnau zweigt die Burgwaldbahn von der Oberen Lahntalbahn ab und führt durch das Tal der Wetschaft bis nach Frankenberg (Eder), wo die Obere Edertalbahn und die Bahnstrecke Nuttlar–Frankenberg abzweigten. Der Personenverkehr bestand größtenteils aus Berufspendlern, die nach Marburg, Korbach, Frankenberg oder ins Rhein-Main-Gebiet wollten. Der meist nur regionale Güterverkehr hatte teilweise ein erhebliches Frachtaufkommen zu verzeichnen. Wichtigster Eisenbahnknotenpunkt der Strecke war Frankenberg, der aber ab den 1960er Jahren immer mehr an Bedeutung verlor und heute nur noch Endpunkt der Züge aus Marburg ist. Nach der Stilllegung der Oberen Edertalbahn im Jahre 1981 und der Strecke nach Korbach 1987 nahm der Personen- und Güterverkehr deutlich ab. Es kursierte seitdem immer wieder die Meldung, dass die Burgwaldbahn stillgelegt werden würde. Im Jahr 2002, als die Kurhessenbahn die Burgwaldbahn in ihr Netz integrierte und seitdem moderne Triebwagen der Baureihe 628 einsetzt, konnte der Rückgang im Personenverkehr gestoppt werden; der Güterverkehr ist jedoch weiterhin stark rückläufig. Bis 2005 war sie noch die einzige Nebenstrecke in Hessen mit täglichem Güterverkehr; heute wird er noch mit einzelnen Holzzügen nach Battenberg (Eder) und von einem Gleisanschluss in Allendorf (Eder) bedient. Es ist wahrscheinlich, dass er in den nächsten Jahren komplett eingestellt wird, da der technische Bestand der Strecke nach Battenberg nur noch vier Jahre gewährleistet wird und die Züge durch zahlreiche Langsamfahrstellen ausgebremst werden. Die Personenzüge sind ebenfalls nur schwach ausgelastet.

2007 sollte der Verkehr dann komplett eingestellt werden. Der NVV wollte die Stilllegung einleiten. Nur durch Druck seitens der DB und der Kurhessenbahn konnte sie noch einmal abgewendet werden. Seitdem wurde der stark heruntergekommene Oberbau erneuert und das Zugangebot verbessert. Zum Abschluss der Arbeiten wurde die Strecke vom 2. Juli bis zum 4. Oktober 2010 komplett gesperrt. In dieser Zeit wurde die Strecke auf ESTW umgestellt und die Haltepunkte Birkenbringhausen und Simtshausen näher an die Orte gelegt. Außerdem wurden alle Bahnsteige auf 55 cm angehoben und auf eine einheitliche Länge von 100 m gebracht. Es wurden taktile Blindenleitstreifen eingebaut und moderne Wartehäuschen aufgestellt. Damit ist nun der technische Bestand der Strecke für 20 Jahre gesichert. Die Kurhessenbahn betont aber, dass die Burgwaldbahn nur eine sichere Zukunft haben kann, wenn die Untere Edertalbahn nach Korbach endlich reaktiviert würde. Mit dem Burgwaldbahnfest am 23. und 24. Oktober 2010 wurde die Renovierung der Strecke zum 120-jährigen Jubiläum gefeiert. Anlässlich dieses Ereignisses wurde die Strecke Marburg–Frankenberg–Herzhausen mit unterschiedlich bespannten Sonderzügen befahren.[http://www.streckenfest-kurhessenbahn.de/index.htm 2010 auf der HP der Kurhessenbahn] 2009 gab es bereits dreimal Sonderverkehre, und zwar zum Drachenbootrennen auf dem Edersee (23. und 24. Mai), Dampffahrten der Eisenbahnfreunde Treysa (31. Mai) und zur Eder-Bike-Tour (14. Juni).

Bahnhöfe/Haltepunkte


Die Burgwaldbahn hat heute sieben Stationen. Die Züge halten jedoch an neun, da die ebenfalls bedienten Bahnhöfe Cölbe und Marburg (Lahn) nicht mehr an der Burgwaldbahn liegen. Früher gab es noch die Stationen Todenhausen und Niederwetter, diese wurden aber in den 1980er Jahren aufgelassen.

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|----- bgcolor="#C0C0C0"
! Bahnhof / Haltepunkt
! Gemeinde / Bundesland
! Tarif
! Strecken-
km
! Anmerkung
|-
| Marburg (Lahn)
| Stadt Marburg
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| RMV
| align="center" | 108,3
| Umsteigeknoten in Richtung Frankfurt am Main,
Kassel, Gießen, ...
|-
| Cölbe
| Gemeinde Cölbe
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| RMV
| align="center" | 104,4
| Abzweig von der Main-Weser-Bahn
|-
| Sarnau
| Gemeinde Lahntal
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| align="center" | -
| align="center" | 100,9
| Abzweig von der Oberen Lahntalbahn;
Im Juli 2010 durch den Haltepunkt Lahntal-Sarnau ersetzt
|-
| Wetter (Hessen)
| Stadt Wetter
{{DE-HE}}
| RMV
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| Bis Juli 2010 Wetter (Hess-Nass)
|-
| Simtshausen
| Gemeinde Münchhausen
{{DE-HE}}
| RMV
| align="center" | 91,3 (91,8)
| 2010 in Richtung Ortsmitte verlegt
Früher Bahnhof
|-
| Münchhausen
| Gemeinde Münchhausen
{{DE-HE}}
| RMV
| align="center" | 88,2
| Mittelpunkt der Strecke
Meistens finden hier Zugkreuzungen statt.
|-
| Ernsthausen
| Gemeinde Burgwald
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| NVV
| align="center" | 86,1
| Bis Mai 1994 letzte Güterverladung der Strecke
Früher Bahnhof
|-
| Wiesenfeld
| Gemeinde Burgwald
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| NVV
| align="center" | 81,7
| Bedarfshalt
|-
| Birkenbringhausen
| Gemeinde Burgwald
{{DE-HE}}
| NVV
| align="center" | 79,8 (79,3)
| 2010 in Richtung Ortsmitte verlegt
|-
| Frankenberg (Eder)
| Stadt Frankenberg (Eder)
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| NVV
| align="center" | 74,9
| Früher Abzweig der Bahnstrecke Nuttlar–Frankenberg
und der Oberen Edertalbahn

|}

Geschichte


Die Strecke wurde in vier Etappen eröffnet:
* Warburg–Bad Arolsen am 1. Mai 1890
* Frankenberg–Sarnau am 1. Juli 1890
* Bad Arolsen–Korbach am 15. August 1893

* Korbach–Frankenberg am 1. Mai 1900

Die Eisenbahnstrecke wurde im Deutschen Kaiserreich als Linie von untergeordneter Bedeutung klassifiziert. Die Bahnstrecke von Warburg nach Bad Arolsen mit 25,2 km Länge hatte Grunderwerbskosten von 300.000 M, d.h. ein Kilometer kostete 11.900 M und die Baukosten ohne Grunderwerb beliefen sich aus 2.550.000 M, bzw. pro Kilometer 101.200 M. Centralblatt der Bauverwaltung, 7. Febr. 1885, No 6. S. 55.

Stilllegung und Reaktivierung


miniatur|Ehemaliger Wasserturm im [[Bahnhof Korbach]]

Auf dem Streckenabschnitt Volkmarsen–Warburg wurde am 28. Mai 1967 der Personenverkehr eingestellt; am 10. März 1977 folgte der Güterverkehr. Zum 31. Dezember 1982 wurde der Abschnitt stillgelegt und 1983 wurden die Gleise abgebaut. Auf dem Abschnitt Volkmarsen–Frankenberg ruhte vom 30. Mai 1987 der Personenverkehr, bis er am 4. Oktober 1998 zwischen Volkmarsen und Korbach wieder aufgenommen wurde. Der Güterverkehr zwischen Korbach und Ederbringhausen wurde gleichzeitig stillgelegt; zwischen Frankenberg und Ederbringhausen fuhren noch bis zum 1. Juni 1991 Güterzüge. Bisher wurde nur der 1.100 Meter lange Abschnitt Korbach–Korbach Süd reaktiviert (29. September 1999). Von 2006 bis 2007 und seit Mai 2011 verkehren während der Sommermonate an Sonn- und Feiertagen auf dem Abschnitt Herzhausen–Frankenberg unter der Federführung der Kurhessenbahn Ausflugszüge. Über eine Reaktivierung der gesamten Strecke von Korbach nach Frankenberg, auch um den Nationalpark Kellerwald-Edersee anzubinden, wurde diskutiert. Der mit der Deutschen Bahn, NVV und dem Land Hessen geschlossene Reaktivierungsvertrag wurde jedoch im Jahr 2007 vonseiten des NVV gekündigt.

Nutzung heute


Heute fahren von Korbach über Volkmarsen nach Kassel stündlich Regional-Express-Züge. Diese werden zumeist mit Dieseltriebwagen der Baureihe 646 gefahren. Die vom NVV als Linie R4 bezeichnete Strecke Kassel–Korbach wurde vom 28. Mai 2006 bis zum 9. Dezember 2006 umfassend saniert.

Zwischen Frankenberg und Marburg pendeln werktags in einem alternierenden Takt durchschnittlich stündlich Regionalbahnen mit Kreuzungen abwechselnd in Münchhausen und in Wetter; an Sonn- und Feiertagen wird ein Zweistundentakt mit abweichender Symmetriezeit zur Minute :27 gefahren. Die Fahrt dauert zwischen 43 und 50 Minuten. An Sonn- und Feiertagen fuhren bis 2007 in der Sommerzeit Züge über Frankenberg hinaus nach Battenberg-Auhammer (Reststücke der Bahnstrecke Nuttlar–Frankenberg über Allendorf (Eder) nach Winterberg und der Oberen Edertalbahn von Allendorf nach Bad Berleburg) sowie nach Herzhausen am Edersee. Seit Herbst 2007 wird die Strecke Auhammer–Herzhausen nur noch in unregelmäßigen Abständen von vorbestellten Sonderzügen der Kurhessenbahn oder historischen Dampfloks der Eisenbahnfreunde Treysa befahren. Die Kurhessenbahn führt sowohl den Taktverkehr auf der Burgwaldbahn als auch die Sonderfahrten auf der Unteren Edertalbahn mit Dieseltriebwagen der Baureihe 628 durch. Der NVV führt die Burgwaldbahn unter der Bezeichnung R42; der RMV als Linie 42.

Literatur


* Lutz Münzer: Entstehung und Frühzeit preußischer Durchgangsnebenbahnen im ländlichen Raum – die Linien (Marburg–) Sarnau – Volkmarsen – Warburg und Volkmarsen – Obervellmar (–Kassel). In: Jahrbuch für Eisenbahngeschichte. 29, 1997, {{ISSN|0340-4250}}, S. 5–54.
* Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Eisenbahn in Hessen. Kulturdenkmäler in Hessen. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Theiss Verlag, Stuttgart 2005, 3 Bände im Schuber, ISBN 3-8062-1917-6,
** Strecke 052, Warburg – Korbach, „Twistetalbahn“ Band 2.2, S. 690 ff.
** Strecke 078, Korbach – Arfeld, „Edertalbahn“ Band 2.2, S. 822 ff.

** Strecke 054, Frankenberg – Sarnau, „Burgwaldbahn“ Band 2.2, S. 704 ff.

Siehe auch


* Eisenbahnen in Nordhessen

Weblinks


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* [{{NRWbahnarchivURL}}strecken/2972.htm Beschreibung der Strecke 2972] im NRWbahnarchiv (NRW-Teil)
* [http://www.hessische-nebenbahnen.de/ Hessische Nebenbahnen] (Toter Link, 24.3.12)
* [http://kassellexikon.hna.de/Burgwaldbahn Informationen zur Burgwaldbahn im Regiowiki Kassel]
* [http://www.straba-kassel.de/Heimseite/f1schom.htm Historische Fotos der Strecke]
* [http://www.rostendeschienen.de/Strecken/2972.html Dokumentation des stillgelegten Streckenabschnitts Warburg–Volkmarsen]
* [http://www.igue.blogspot.com/ IG Edertalbahn]

* [http://www.pro-schiene.de/FrankenbergKorbach/Navi_FrankenbergKorbach.html Dokumentation des Abschnitts Itter-Frankenberg auf www.pro-schiene.de]

Einzelnachweise


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Bahnstrecke Warburg Sarnau
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