Dottendorf
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland
| Ortsteil = Dottendorf
| Gemeindeart = Stadt
| Gemeindename = Bonn
| Alternativanzeige-Gemeindename =
| Breitengrad = 50/42/15.135770755096019/N
| Längengrad = 7/6/44.18701171875/E
| Bundesland = DE-NW
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| Höhe-Bezug =
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| Einwohner = 5677
| Einwohner-Stand-Datum =
| Eingemeindungsdatum = 1904-06-01
| Postleitzahl1 = 53129
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| Vorwahl1 = 0228
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| Lagekarte = Bonn-Dottendorf.png
| Lagekarte-Beschreibung =
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Dottendorf ist ein linksrheinischer Ortsteil der Bundesstadt Bonn und zählt - nach den sich nördlich anschließenden Ortsteilen - zu den beliebtesten Wohnlagen in der Stadt. Bedingt durch die Wahl Bonns zum Regierungssitz und der Nähe zum Areal des künftigen Regierungsviertels entwickelte sich der Ortsteil relativ rasant. Die Felder im Süden und Osten wurden vollständig mit Wohnhäusern bebaut.
Lage
Dottendorf liegt am Fuße des Venusbergs, an dessen Hängen früher Wein angebaut wurde, und grenzt an die zum Stadtbezirk Bonn gehörenden Ortsteile Venusberg, Kessenich und Gronau, sowie an das zum Stadtbezirk Bad Godesberg gehörende Friesdorf. Die nach 1945 errichteten Neubaugebiete befinden sich z. T. auf einem versandeten Rheinarm.
Geschichte
* 804: Erste Erwähnung Dottendorfs. Der Name bedeutet „Dorf des Dotto“.
* 1491: Erste Erwähnung der Burg Dottendorf
* 1804: Aufhebung der Pfarrei Sankt Quirin in Dottendorf. Dottendorf wird Filialkirche von Kessenich.
* 1850: Carl Baunscheidt wird neuer Eigentümer der Dottendorfer Burg und beginnt mit deren Umbau
* 1870: Wiederherstellung der Pfarrei Sankt Quirin in Dottendorf.
* 1904: Der Fabrikant Stefan Mönkemöller beginnt mit dem Bau seiner Rheinischen Elektro–Stahlwerke und errichtet die Villa Mönkemöller und zwei repräsentative Doppelhäuser in der heutigen Mönkemöllerstraße
* 1904: Eingemeindung nach Bonn
* 1915: Am 14. August wurde Dottendorf mit der Straßenbahn angebunden
Der Kurfürstliche weltliche Gerichts- und Dingstuhl Dottendorf umfasste die Orte Kessenich, Dottendorf, und Friesdorf. Der Dingstuhl war ein Untergericht im Amte Bonn unter der kurfürstlichen Hofkammer als höchste Instanz. Es erkannte in kleineren Vergehen und im Privatrecht. Auch vertrat es die Stelle des öffentlichen Notars bei Errichtung von Testamenten und Schließung von Verträgen. In alter Zeit wurde das Gericht im Freien ad valvas ec'lesiae gehalten. Die Kontraktenprotokolle vom Dingstuhl Dottendorf sind von 1600 bis 1798, dem Beginn der französischen Besatzungszeit, erhalten und befinden sich im Stadtarchiv Bonn.
Bildung
In Dottendorf existieren eine Montessori-Grundschule sowie ein Abendgymnasium und Kolleg. Diese Schule heißt offiziell „Weiterbildungskolleg der Bundesstadt Bonn“. Das Gebäude wurde Mitte der 1950er Jahre als reines Mädchengymnasium gebaut und hieß Elli-Heuss-Knapp-Schule.miniatur|Schulgebäude des Weiterbildungskollegs Bonn
Verkehr
Die Linke Rheinstrecke bildet die westliche Grenze des Ortsteils, hat hier jedoch keinen Haltepunkt. Auch die B9 verläuft jenseits der Ortsteilgrenze, daher ist Dottendorf nicht vom regionalen oder überregionalen Durchgangsverkehr betroffen.
Nahverkehr
)]]Dottendorf ist seit Mitte der 1930er Jahre mit der Straßenbahn (Linien 61 und 62) an die Bonner Innenstadt angebunden. Die Wendeschleife befindet sich seit der Anschaffung der DüWaG-Wagen in den 1960ern am Quirinusplatz und nimmt einen Großteil des Platzes ein. Die durch die Niederflurwagen mit Zweirichtungsbetrieb nun überdimensionierte Anlage soll langfristig rückgebaut werden. Hierzu gab es immer wieder Anfragen im Stadtrat.
Für die Verlängerung der Strecke gab und gibt es ebenfalls verschiedene Pläne, der eine sieht eine Verlängerung ins Bundesviertel vor, der andere nach Friesdorf. Letztere würde die heutigen Buslinien 612 und 614 ersetzen. Allerdings wird derzeit nur die Trasse freigehalten.
Straßenverkehr
Die entlang der Grenze zu Friesdorf geplante Südtangente in Zuge der Verlängerung der A562 ist aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen worden und wird somit nicht realisiert. Die durch die Eisenbahnstrecke verursachten erheblichen Behinderungen stellen somit nach wie vor ein großes Problem dar.
Straßennamen und deren Bedeutung
{| class="prettytable"
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! Straße || Bedeutung
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| Winzerstraße || Hinweis auf den Weinbau
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| Quirinstraße || Quirinus ist der Patron der kath. Dottendorfer Kirche, früher Dorfstraße
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| Am Bleidriesch || weist auf die Bleigewinnung im ehem. Rheinarm hin, in dem die Straße liegt
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| Hausdorffstraße || benannt nach dem jüd. Professor Felix Hausdorff, früher Hindenburgstraße
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| Am Zinnbruch || weist auf die Zinngewinnung im ehem. Rheinarm hin, in dem die Straße liegt
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| Christian-Miesen-Straße || benannt nach dem Sonderfahrzeugausrüster (hauptsächlich Krankenwagen) Christian Miesen
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| F.-A.-Schmidt-Weg || benannt nach dem Bonner Sportwissenschaftler und Mitbegründer der Bundesjugendspiele Ferdinand August Schmidt
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| Mönkemöllerstraße || benannt nach dem Industriellen Mönkemöller, der eine Fabrik auf dem heutigen Areal der Jancker-Klinik besaß.
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|Damaschkestraße || benannt nach Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke (* 24. November 1865 in Berlin; †30. Juli 1935 ebenda), Pädagoge und ein Führer der Bodenreformbewegung in Deutschland.
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Weblinks
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Kategorie:Ortsteil von BonnKategorie:Ehemalige Gemeinde (Bonn)
ksh:Dottedörptr:Dottendorf
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