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Fulda (Fluss)

27.03.2012 @ 12:38, Milseburg,

{{Infobox Fluss
| NAME= Fulda
| ALTERNATIVNAME= Gersfelder Wasser (Oberlauf)
| LAGE= Deutschland (Hessen, Niedersachsen)
| GKZ= DE/42
| FLUSSSYSTEM= Weser
| ABFLUSSWEG= Weser//Nordsee
| EINZUGSGEBIET-PREFIX=
| EINZUGSGEBIET= 6947
| NACHWEIS-EINZUGSGEBIET=
| LÄNGE-PREFIX=
| LÄNGE= 220.7
| NACHWEIS-LÄNGE= [http://geoextra.hmulv.hessen.de/wrrl_viewer/viewer.htm WRRL Hessen]
| ABFLUSS-NNQ=
| ABFLUSS-NNQ-JAHR=
| ABFLUSS-MNQ= 18,7 m³/s MündungWert durch Talsperrenbetrieb beeinflusst
| ABFLUSS-MQ= 26,5 m³/s Grebenau
58,0 m³/s Guntershausen
66,9 m³/s Mündung[http://geoextra.hmulv.hessen.de/wrrl_viewer/ergebnis_massnahmenprogramm_ow.php?MS_CD_RW=DEHE_42.1]
| ABFLUSS-MHQ= 406 m³/s GuntershausenWert durch Talsperrenbetrieb beeinflusst
| ABFLUSS-HHQ=
| ABFLUSS-HHQ-JAHR=
| ABFLUSS-PEGEL=
| NACHWEIS-ABFLUSS=
| BEZEICHNUNG-QUELLE=
| QUELLE= An der Wasserkuppe
| QUELLHÖHE-PREFIX=
| QUELLHÖHE= 850
| HÖHENBEZUG-QUELLE= DE-NN
| QUELLHÖHE-SUFFIX=
| NACHWEIS-QUELLHÖHE=
| QUELLE_LAT_GRAD= 50/29/30.85/N
| QUELLE_LONG_GRAD= 9/57/13.36/E
| QUELLE_REGION= DE-HE
| QUELLE_AUFLÖSUNG=
| BEZEICHNUNG-MÜNDUNG= Zusammenfluss
| MÜNDUNG= in Hann. Münden mit der Werra zur Weser
| MÜNDUNGSHÖHE-PREFIX=
| MÜNDUNGSHÖHE= 116.5
| HÖHENBEZUG-MÜNDUNG= DE-NN
| MÜNDUNGSHÖHE-SUFFIX=
| NACHWEIS-MÜNDUNGSHÖHE=
| MÜNDUNG_LAT_GRAD= 51/25/16.1/N
| MÜNDUNG_LONG_GRAD= 9/38/52/E
| MÜNDUNG_REGION= DE-NI
| MÜNDUNG_AUFLÖSUNG=
| HÖHENUNTERSCHIED=
| LINKE NEBENFLÜSSE= Lüder, Schlitz, Eder
| RECHTE NEBENFLÜSSE= Haune, Nieste, Losse
| SEEN=
| STAUSEEN=
| EINWOHNER IM EINZUGSGEBIET=
| GROSSSTÄDTE= Kassel
| MITTELSTÄDTE= Bad Hersfeld, Fulda, Hann. Münden
| KLEINSTÄDTE= Gersfeld, Schlitz, Bebra, Rotenburg an der Fulda, Melsungen
| GEMEINDEN=
| HÄFEN=
| BEKANNTE BRÜCKEN=
| SCHIFFBAR= 109 km[http://www.wsv.de/wasserstrassen/gliederung_bundeswasserstrassen/index.html Längen (in km) der Hauptschifffahrtswege (Hauptstrecken und bestimmte Nebenstrecken) der Binnenwasserstraßen des Bundes], Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes; Bundeswasserstraße ab km 0,0 bei Mecklar[http://www.wsv.de/wasserstrassen/chronik/index.html Verzeichnis E, Lfd.Nr. 17 und Verz. F der Chronik], Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, durchgehende Fahrgast- und Sportschifffahrt ab Kassel
| ANMERKUNGEN=
| BILD= fulda_fluss_hersfeld.jpg
| BILD-BREITE=
| BILDBESCHREIBUNG= Die Fulda bei Bad Hersfeld
| KARTE= Verlaufskarte Fulda.png
| KARTE-BREITE=
| KARTE-BESCHREIBUNG= Das Einzugsgebiet der Fulda (hervorgehoben)

}}

Die Fulda, im Oberlauf auch Gersfelder Wasser,{{Literatur| Autor=Edward Schröder| Titel=Bachnamen und Siedlungsnamen in ihrem Verhältnis zu einander| Sammelwerk=Nachrichten von der Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen| Band=Neue Folge • Band III • Nr.1| Verlag=Vandenhoeck & Rupprecht| Ort=Göttingen| Jahr=1940| Seiten=15| DNB=253D118761838}} ist der 220,7 km lange linke Quellfluss der Weser. Sie entspringt im hessischen Teil der Rhön an der Wasserkuppe und endet zwischen Kaufunger Wald und Reinhardswald in der Dreiflüssestadt Hann. Münden (Niedersachsen), wo sie sich mit der von rechts kommenden Werra zur Weser vereinigt.

Die 6.932 km² Einzugsgebiet entwässernde Fulda ist zwar der kürzere der beiden Weser-Quellflüsse, führt am Zusammenfluss aber etwas mehr Wasser. Davon entstammt wiederum etwa die Hälfte der Eder, die ihr erst im Unterlauf von links zufließt.

Die Fulda ist innerhalb Hessens der Fluss mit der größten Fließlänge.

Flusslauf


Quelle

thumb|left|südöstliche gefasste Fuldaquelle
thumb|left|Inschrift an der Quelle

Die beiden Quellen der Fulda, die auf rund {{Höhe|850|DE-NN|link=true}} etwa 600 m bzw. 1.200 m südöstlich des Wasserkuppengipfels ({{Höhe|950.2|DE-NN}}) liegen, befinden sich zwischen Poppenhausen-Abtsroda und Gersfeld-Obernhausen.

Die Geo-Koordinaten der Fuldaquellen sind:
* Nordwestliche Fuldaquelle:
{{Coordinate|text=DMS |NS=50/29/40/N|EW=9/56/42/E |type=waterbody |dim=10000 |name=nordwestliche Fuldaquelle |region=DE-HE }}

* Südöstliche Fuldaquelle:
{{Coordinate|text=DMS |NS=50/29/31/N|EW=9/57/12/E |type=waterbody |dim=10000 |name=südöstliche Fuldaquelle |region=DE-HE }}

Zu erreichen sind die Fulda-Quellen über die Landesstraße 3068, die bei Hilders-Dietges die B 458 kreuzt und als Teil des Hochrhönrings in Richtung Süden über Abtsroda vorbei an den Fuldaquellen nach Obernhausen zur B 284 führt.

Die im Bild gezeigte östliche, schön eingefasste Quelle ist nicht die wahre Fuldaquelle. Diese liegt wesentlich höher, nahezu unterhalb des Gipfels. Als man vor über 80 Jahren mit dessen Bebauung begann, fasste man sie ein und nutzte sie zur Trinkwasserversorgung der Gebäude. Den Überlauf leitete man mittels Rohrleitung an die Stelle, die jetzt als Fuldaquelle ausgegeben wird.

Auf der Tafel an der Wasserkuppe finden wir dieses Gedicht, das fast jedes Grundschulkind im Landkreis Fulda erlernt:


''Hier halte Rast! Dich labt die Quelle
''der Fulda, die mit klarer Welle
''den Berggruß rauschend trägt einher,
''sie wächst zur Werra hingezogen,
''zum Deutschen Strom und senkt die Wogen
''als Weser schiffbelebt ins Meer.

Oberlauf


Von der Wasserkuppe fließt die Fulda zuerst in südlicher Richtung vorbei am Feldberg nach Gersfeld und hat bis dorthin nach nur etwa 6 km Flusslänge schon 368 m Höhenunterschied überwunden. Von dort aus fließt sie einige Kilometer in westlicher Richtung nach Eichenzell, knickt dort nach Norden ab und erreicht danach auf {{Höhe|275|DE-NN}} die Stadt Fulda.

Mittellauf


Linker Hand der Fulda liegt hier der Vogelsberg und rechter Hand die Kuppenrhön. Etwas weiter nördlich erreicht sie den kleinen Ort Lüdermünd (Stadtteil von Fulda), wo die Lüder einmündet, dann die Stadt Schlitz, wo ihr die Schlitz zufließt, danach den Ort Niederaula (Ortsteil Niederjossa), wo die Jossa einmündet und noch weiter nördlich Bad Hersfeld, wo ihr die Haune, der Geisbach und die Solz zufließen.

Nachdem die Fulda zwischen Knüllgebirge und Seulingswald durchgeflossen ist, mündet von links der Rohrbach. Danach erreicht die Fulda über Bebra und Rotenburg a.d. Fulda die Ortschaft Malsfeld, wo ihr die Beise zufließt. Bei Obermelsungen mündet die Pfieffe, in Melsungen der Kehrenbach. Danach fließt ihr die Mülmisch leicht südlich von Körle zu.

Das Fuldaknie ist eine Biegung des Flusses in der Nähe der Stadt Bebra. Zwischen dem Knüllgebirge und dem Seulingswald in nordöstliche Richtung fließend, macht der Fluss vor dem Stölzinger Gebirge eine Biegung in nordwestliche Richtung.

Unterlauf

Nach Durchfließen zweier Flussschleifen bei Guxhagen mündet bei Grifte, einem Ortsteil von Edermünde, von Westen her kommend die Eder, der größte und die Fulda an Wasserführung sogar übertreffende Nebenfluss ein. Noch etwas weiter nördlich fließen in Kassel unter anderen Drusel (Kleine Fulda), Ahne, Wahle, Losse und Nieste ein.

Von Kassel fließt die Fulda abgesehen von einer Flussschleife als Grenzfluss zu Süd-Niedersachsen durch ein oftmals enges und recht stark gewundenes Durchbruchstal, in dem ihr bei Fuldatal-Simmershausen die Espe zufließt.

Über die Abflussmenge, gemessen an der niedersächsischen Landesgrenze, gibt der WRRL-Steckbrief des Oberflächenwasserkörpers Fulda/Wahnhausen Auskunft.[http://geoextra.hmulv.hessen.de/wrrl_viewer/ergebnis_massnahmenprogramm_ow.php?MS_CD_RW=DEHE_42.1 Wasserkörper: Fulda/Wahnhausen (DEHE_42.1)]

Mündung


Rund 32 km unterhalb von Kassel bzw. weiter nordöstlich erreicht das Wasser der Fulda schließlich das in Südniedersachsen gelegene Hann. Münden, wo sie sich auf {{Höhe|116.50|DE-NN}} mit der Werra zur Weser vereinigt.


Datei:Kassel_Fuldasteg.jpg|Die Fulda in Kassel
Datei:Fulda1.JPG|Szene unterhalb von Kassel im Juli mit Mädesüß und Rohrglanzgras im Vordergrund
Datei:Fulda KS.JPG|Breite Fulda unterhalb von Kassel im November

Landschaftsbild


Überblick: Die Fulda verläuft nahezu auf ihrer gesamten Strecke in dem mehr oder weniger tief von ihr ausgewaschenen Fuldatal, in dem sie sich hauptsächlich durch den Buntsandstein kämpft. Dieses Tal, zu dessen beiden Seiten zumeist ausgedehnte Wälder und teils hohe Berge aufragen, öffnet sich eigentlich nur im weitläufigen Kasseler Talkessel.

Oberlauf: In ihrem zumeist steil abfallenden Oberlauf beträgt die Talbreite teils nur wenige Meter bis hin zu 250 m und später bis zu 500 m. Bei Eichenzell bzw. Fulda weitet sich das Tal noch etwas, um sich danach wieder zwischen den Berghängen durchzuzwängen.

Mittellauf: Um Bad Hersfeld und Bebra ist das Tal maximal 1,3 km breit und bei Guxhagen wieder nur wenige Hundert Meter.

Unterlauf: Erst an der Einmündung der Eder, vor allem aber bei Kassel im Bereich der Karls- und Fuldaaue durchfließt die Fulda in ihrer Flussniederung eine bis zu 3 km breite Ebene. Nach dieser Großstadt zwängt sie sich bis Hann. Münden wieder durch ein enges Tal, das oft nur wenige hundert Meter breit ist.

Schifffahrtsweg


{| class="wikitable float-right"
{{BS-header|Personenschifffahrt auf der Fulda}}
{{BS-table}}
{{BS2|STR||Rehbein-Linie|zur Weser}}
{{BS2|HST|KHSTa|K & K Söllner PS|Münden}}
{{BS2|HST|STR||Simmershausen}}
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{{BS2|KHSTe|HST|Rehbein-Linie|Kassel}}
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{{BS2||KHSTe|K & K Söllner PS|Siebenbergen}}
|}
|}
thumb|right|Schleuse in [[Rotenburg an der Fulda|Rotenburg aus dem 16. Jahrhundert (außer Betrieb)]]

Landgraf Moritz von Hessen ließ die Fulda im Jahr 1601 und 1602 bis Hersfeld schiffbar machen (in Rotenburg existiert noch eine Schleuse aus dieser Zeit). Dazu ließ er im Vorfeld die „Fulda-Stromkarte“ von Joist Moers anfertigen. In Melsungen lebten im Jahr 1805 noch fünfzig Schifferfamilien. Auf dem Bad Hersfelder Stadtfriedhof erinnert noch ein Grabstein einer Schifferfamilie an diese Zeit. Die Fuldaschifffahrt kam aber ab 1849 wieder zum Erliegen, als die Eisenbahnstrecke Kassel-Bebra gebaut wurde.

Die Fulda wurde ab 1890 durch den Bau von Staustufen reguliert; so entstanden zwischen Bebra und Kassel 5 sowie zwischen Kassel und Hann. Münden 8 Staustufen mit so genannten Nadelwehren, deren schlechte Bausubstanz und gefährliche Bedienungsweise seit den 1970er Jahren einer Erneuerung bedurfte. Ein paar Staustufen wurden völlig abgerissen und andere wurden restauriert oder komplett neu gebaut, so dass es heute im Fulda-Unterlauf ab Kassel nur noch 5 Staustufen gibt: Kassel, Wahnhausen, Wilhelmshausen, Bonaforth und Hann. Münden. Die höchste davon befindet sich unweit von Kassel - flussabwärts - bei Wahnhausen (bis 1980 erbaut): Sie weist 8,48 m Fallhöhe auf. Das zweifeldrige Walzenwehr in Kassel (1912) wurde von 1991 bis 1993 restauriert. Dadurch kann die Fulda von Kassel bis Hann. Münden als Schifffahrtsweg genutzt werden: Im Sommer verkehren dort einige Motorschiffe (Ausflugsverkehr), Ruder-, Paddel- und Sportboote.

32 km Flussstrecke vom Zusammenfluss mit der Werra bis oberhalb Kassel zählen zu den nicht klassifizierten Bundeswasserstraßen, die dem allgemeinen Verkehr dienen, die restlichen 77 km bis Mecklar sind eine sog. sonstige Binnenwasserstraße des Bundes. Zuständig hierfür ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden.

Anfang des 20. Jahrhunderts sollte die Fulda Teil eines gigantischen Kanalsystems werden. So wurde der Bau einer Wasserstraße von der Nord- bzw. Ostsee bis zum Schwarzen Meer (über Weser, Fulda, Kinzig, Main und Donau) geplant. Teilweise waren bis zu 8 km lange Tunnel zur Unterquerung der Mittelgebirgszüge vorgesehen. Bei Bergshausen (etwa 10 km südöstlich von Kassel) wurde sogar mit dem Bau einer Talsperre begonnen. Ende der 1920er Jahre wurden jegliche Arbeiten und Planungen eingestellt.

Geschichte


Namensherkunft


Die Herkunft des Namens Fulda ist noch ungeklärt. Es gibt dazu jedoch einige Vermutungen (siehe Fulda, Abschnitt Namensherkunft).

Die Kleine Fulda


Im Kasseler Stadtgebiet existiert noch heute die Kleine Fulda, der Unterlauf der Drusel. Der Name stammt aus der historischen Entwicklung der Karlsaue, als diese noch im Rahmen eines Binnendeltas zu beiden Seiten von der Fulda umflossen wurde. Der westliche Flussarm hieß Kleine Fulda. Mit der weiteren Entwicklung bzw. Gestaltung der Parkanlagen im Mittelalter wurde dieser Arm teilweise zugeschüttet und im ehemaligen Flussbett der Kleinen Fulda der Küchengraben angelegt, ein sehr langgestreckter, nach wie vor vorhandener Teich. Das nördliche Ende des Arms ist immer noch - kanalisiert - als Drusel-Unterlauf erhalten und trägt den Namen Kleine Fulda.

Der Weserstein


thumb|200px|right|Der [[Weserstein in Hann. Münden]]
Am Zusammenfluss von Fulda und Werra, durch den in Hann. Münden die Weser entsteht, steht seit Ende Juli 1899 der Weserstein mit der Aufschrift:

Wo Werra sich und Fulda küssen

Sie ihre Namen büssen müssen,

Und hier entsteht durch diesen Kuss

Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss.

:Hann. Münden, d. 31. Juli 1899

Wasserführung


Mit einem Abfluss von etwa 67 m³/s im Jahresmittel kann die Fulda einen höheren Abfluss aufweisen als die Werra, die länger ist und noch im ersten Jahrtausend namentlich nicht von der Weser unterschieden wurde. Ähnlich wie bei der Aare, die erst nach der Aufnahme von Reuss und Limmat auf ihren letzten Flusskilometern mehr Wasser als der Rhein aufweisen kann, wächst auch die Fulda erst durch die kürzere, aber deutlich mehr Wasser führende Eder stark an, während sie auf dem größten Teil ihres Flusslaufes unter den Dimensionen der stetig anwachsenden Werra bleibt. Am Grebenauer Pegel, kurz oberhalb der Edermündung, beträgt der Abfluss im Jahresmittel 26,5 m³/s.

Der Betrieb der Edertalsperre dämpft die Hochwasser der Fulda. Ihre Zerstörung im Zweiten Weltkrieg sorgte jedoch auch für die mit Abstand größte Flut an der Fulda. Am Pegel Guntershausen wird der Abfluss am 17. Mai 1943 auf 2800 m³/s geschätzt. Die beiden nächstkleineren Werte von 980 (9. Februar 1946) und 968 m³/s (1. Januar 1926) liegen ebenfalls einige Dekaden zurück. Der vierthöchste Abflusswert wurde am 24. Januar 1995 erreicht mit 747 m³/s.

Nebenflüsse


Die wichtigsten Zuflüsse der Fulda sind:
(zur besseren Übersicht bzw. zur Sortierung flussabwärts sind in die DGKZ-Ziffern nach der Zahl „42“, die für die Fulda steht, Bindestriche eingefügt)

{| class="prettytable sortable"
! Name
|| Lage
|| Länge
[km]
|| Einzugsgebiet
[km²]
|| Abfluss
(MQ) [l/s]
|| Mündung
auf Fulda-km
|| Mündungshöhe
[m. ü. NN]
|| DGKZ

|-
| Schmalnau
| links
| align="right" | 10,7
| align="right" | 29,413
| align="right" | 474
| align="right" | 17,6
| align="right" | 348
|42-12
|-
| Lütter
| rechts
| align="right" | 17,5
| align="right" | 50,686
| align="right" | 672
| align="right" | 22,6
| align="right" | 308
|42-14
|-
| Fliede (Rüppersbach)
| links
| align="right" | 22,1
| align="right" | 271,424
| align="right" | 3.627
| align="right" | 32,8
| align="right" | 261
|42-2
|-
| Giesel
| links
| align="right" | 7,2
| align="right" | 42,596
| align="right" | 295
| align="right" | 34,9
| align="right" | 253
|42-32
|-
| Lüder
| links
| align="right" | 36,4
| align="right" | 190,001
| align="right" | 2.306
| align="right" | 51,4
| align="right" | 233
|42-36
|-
| Rombach
| rechts
| align="right" | 9,1
| align="right" | 22,052
| align="right" | 135
| align="right" | 63,3
| align="right" | 220
|42-38
|-
| Schlitz
| links
| align="right" | 43,3
| align="right" | 314,572
| align="right" | 3.715
| align="right" | 65,7
| align="right" | 218
|42-4
|-
| Schwarzbach
| rechts
| align="right" | 10,0
| align="right" | 25,528
| align="right" | 142
| align="right" | 74,0
| align="right" | 212
|42-52
|-
| Jossa
| links
| align="right" | 22,9
| align="right" | 122,004
| align="right" | 780
| align="right" | 77,8
| align="right" | 210
|42-54
|-
| Aula
| links
| align="right" | 22,6
| align="right" | 124,787
| align="right" | 919
| align="right" | 83,7
| align="right" | 206
|42-56
|-
| Geisbach
| links
| align="right" | 22,1
| align="right" | 76,227
| align="right" | 576
| align="right" | 100,3
| align="right" | 198
|42-596
|-
| Haune
| rechts
| align="right" | 66,5
| align="right" | 498,965
| align="right" | 4.113
| align="right" | 100,5
| align="right" | 198
|42-6
|-
| Solz
| rechts
| align="right" | 21,4
| align="right" | 91,517
| align="right" | 682
| align="right" | 103,5
| align="right" | 196
|42-712
|-
| Rohrbach
| links
| align="right" | 18,0
| align="right" | 73,9
| align="right" | 487
| align="right" | 108,1
| align="right" | 193
|42-714
|-
| Ulfe
| rechts
| align="right" | 10,6
| align="right" | 71,542
| align="right" | 552
| align="right" | 116,3
| align="right" | 186
|42-72
|-
| Solz
| rechts
| align="right" | 10,2
| align="right" | 20,016
| align="right" | 158
| align="right" | 118,3
| align="right" | 186
|42-732
|-
| Bebra
| rechts
| align="right" | 10,0
| align="right" | 18,197
| align="right" | 113
| align="right" | 119,8
| align="right" | 186
|42-734
|-
| Haselbach
| rechts
| align="right" | 11,9
| align="right" | 31,537
| align="right" | 221
| align="right" | 121,7
| align="right" | 185
|42-74
|-
| Gude
| rechts
| align="right" | 9,4
| align="right" | 19,113
| align="right" | 140
| align="right" | 128,6
| align="right" | 182
|42-752
|-
| Beise
| links
| align="right" | 20,9
| align="right" | 63,204
| align="right" | 447
| align="right" | 145,1
| align="right" | 180
|42-76
|-
| Pfieffe
| rechts
| align="right" | 21,5
| align="right" | 117,082
| align="right" | 1.235
| align="right" | 150,8
| align="right" | 173
|42-78
|-
| Kehrenbach
| rechts
| align="right" | 12,1
| align="right" | 36,228
| align="right" | 359
| align="right" | 154,1
| align="right" | 167
|42-792
|-
| Mülmisch
| rechts
| align="right" | 13,8
| align="right" | 35,554
| align="right" | 372
| align="right" | 160,5
| align="right" | 160
|42-794
|-
| Eder
| links
| align="right" | 176,1
| align="right" | 3.360,966
| align="right" | 34.791
| align="right" | 175,3
| align="right" | 143
|42-8
|-
| Bauna
| links
| align="right" | 17,2
| align="right" | 47,37
| align="right" | 334
| align="right" | 178,3
| align="right" | 142
|42-92
|-
| Grunnelbach
| links
| align="right" | 9,2
| align="right" | 24,143
| align="right" | 150
| align="right" | 188,9
| align="right" | 137
|42-94
|-
| Drusel* (bzw. "Kleine Fulda")
| links
| align="right" | 11,4
| align="right" | 11,042
| align="right" | 96
| align="right" | 192,4
| align="right" | 136
|42-952
|-
| Wahlebach
| rechts
| align="right" | 16,6
| align="right" | 37,944
| align="right" | 354
| align="right" | 193,5
| align="right" | 136
|42-954
|-
| Ahne*
| links
| align="right" | 21,5
| align="right" | 41,332
| align="right" | 296
| align="right" | 193,4
| align="right" | 136
|42-958
|-
| Losse
| rechts
| align="right" | 28,9
| align="right" | 120,576
| align="right" | 1.418
| align="right" | 195,4
| align="right" | 135
|42-96
|-
| Nieste
| rechts
| align="right" | 21,8
| align="right" | 88,131
| align="right" | 921
| align="right" | 195,8
| align="right" | 135
|42-98
|-
| Espe
| links
| align="right" | 8,6
| align="right" | 24,313
| align="right" | 160
| align="right" | 203,6
| align="right" | 132
|42-992
|-
| Osterbach
| links
| align="right" | 7,3
| align="right" | 18,199
| align="right" | 146
| align="right" | 210,8
| align="right" | 125
|42-994
|}

*: Einzugsgebiet und Abfluss etwas größer als die Angabe in der Tabelle, da die Unterläufe mit Fulda-Abschnitten zusammengefasst werden!

Insbesondere geht aus der Tabelle hervor, dass die Eder beim Zusammenfließen mit der Fulda mit 176.1 km gegenüber 175,3 km knapp länger ist als diese. Da überdies das Einzugsgebiet der Eder mit 3360,966 km² die 2996,704 km², die die Fulda vor dem Zusammenfließen umfasst, übersteigt und auch die Abflussmenge der Eder bis dort größer ist (MQ: 34.791 l/s gegenüber 27.018 l/s), müsste man die historisch als "Nebenfluss" aufgefasste Eder also mindestens als gleichberechtigten Hauptfluss des Fulda-Systems ansehen.

Ortschaften


flussabwärts sortiert
* Gersfeld-Obernhausen
* Gersfeld
* Ebersburg-Schmalnau
* Ebersburg-Ried
* Eichenzell
* Fulda-Bronzell
* Fulda-Kohlhaus
* Fulda
* Fulda-Neuenberg
* Fulda-Horas
* Fulda-Gläserzell
* Fulda-Kämmerzell
* Fulda-Lüdermünd
* Schlitz
* Niederaula
* Kerspenhausen
* Bad Hersfeld
* Mecklar (Gemeindegemarkungsgrenze zu Bebra-Blankenheim, ab hier Bundeswasserstraße = Flusskilometer 0)
* Blankenheim (km 2,0)
* Breitenbach (km 5,8)
* Bebra (km 7,0)
* Lispenhausen (km 10,0)
thumb|Die Fulda zwischen Lispenhausen und Rotenburg
* Rotenburg a.d. Fulda (km 12,0) mit Staustufe, Flusskraftwerk und historische Schleuse
* Braach (km 15,0)
* Baumbach (km 18,0)
* Niederellenbach (km 21,5)
* Konnefeld (km 24,0)
* Morschen (km 26,8)
* Binsförth (km 30,0)
* Beiseförth (km 34,0)
* Malsfeld (km 36,5)
* Melsungen (km 42,0)
* Schwarzenberg (km 45,0)
* Röhrenfurth (km 46,6)
* Lobenhausen (km 50,0)
* Körle (km 51,0)
* Wagenfurth (km 52,0)
* Grebenau (km 54,0)
* Büchenwerra (km 58,4)
* Guxhagen (km 61,0)
thumb|Blick auf das Fulda-Tal vom Viadukt der Eisenbahnstrecke Bebra–Kassel bei Baunatal-[[Guntershausen (Baunatal)|Guntershausen (Sept. 2006)]]
* Guntershausen (km 66,0)
* Fuldabrück (km 69,0)
* Bergshausen (km 74,0)
* Kassel (km 81,0) mit Hafen, Wehr und Schleuse
* Spiekershausen (km 88,5)
* Wahnhausen (km 94,7) mit Staustufe, Flusskraftwerk und Schleuse
* Speele (km 97,5)
* Wilhelmshausen (km 101,2) mit Staustufe und Schleuse
* Bonaforth (km 105,3) mit Staustufe und Schleuse
* Hann. Münden (km 108,2) mit Hafen, Wehr, Flusskraftwerk und Schleuse

* Weserstein (km 108,7)

Einzelnachweise


Literatur


* M. Eckoldt (Hrsg.), Flüsse und Kanäle, Die Geschichte der deutschen Wasserstraßen, DSV-Verlag 1998

Weblinks


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* [http://www.osthessen-news.de/Luftbilder/Luftvideo_897_Fuldaaue.wmv Rundflug um die Auenlandschaft bei Fulda] Videoclip (10 MB, 1:20 min) von [http://www.osthessen-news.de/Luftbilder/Luftbild_897.htm http://www.osthessen-news.de]
* [http://hersfelder-zeitung.de/heimatland/40_9.htm Artikel über die Geschichte der Fuldaschifffahrt aus dem Beiblatt "Mein Heimatland" der Hersfelder Zeitung]
* [http://www.rp-kassel.de/static/themen/umwelt/muehlen/lk_kassel_windmuehlen.pdf Wasser- und Windmühlen im Landkreis Kassel sowie im niedersächsischen Landkreis Göttingen, Altkreis Münden, zwischen Werra, Fulda und Nieste], S. 25 ff
* {{HLUG-Pegel|Nummer = 150274|Ort = Bad Hersfeld}}
* {{HLUG-Pegel|Nummer = 144128|Ort = Kämmerzell}}
* {{HLUG-Pegel|Nummer = 379954|Ort = Bronzell}}
* {{HLUG-Pegel|Nummer = 142372|Ort = Hettenhausen}}

* {{HLUG-Pegel|Nummer = 146325|Ort = Unter-Schwarz}}

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