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Kölner Bucht

19.04.2012 @ 20:27, Gohnarch,

hochkant 0,7|thumb|Ungefähre Lage der Kölner Bucht

hochkant 0,7|thumb|Spargelanbau bei [[Sechtem]]

Als Kölner Bucht (auch Köln-Bonner Bucht) wird die dicht besiedelte Ebene des Rheins bezeichnet, die sich von Bonn im Südosten nordwestwärts über Köln bis unmittelbar vor Düsseldorf/Neuss zieht.

Sie befindet sich im Südwesten Nordrhein-Westfalens und bildet den zentralen Teil der Niederrheinischen Bucht, die sich von Nordwesten ins Rheinische Schiefergebirge einsenkt. Östlich und westlich der Kölner Bucht heben sich die angrenzenden Teillandschaften der Niederrheinischen Bucht in Terrassen stufenweise zum Süderbergland (Osten) und zur Eifel (Westen).

Gelegentlich wird der Begriff Kölner Bucht auch synonym zur gesamten Niederrheinischen Bucht verwendet.

Geographie


Lage und Grenzen


Eingerahmt wird die Kölner Bucht bzw. die diese umfassende Niederrheinische Bucht auf der linken Rheinseite vom Hohen Venn und der Eifel sowie rechtsrheinisch von den Bergischen Hochflächen, der Westabdachung des Süderberglandes im historischen Bergischen Land. Im Süden und Südosten bildet das ansteigende Rheinische Schiefergebirge den Abschluss der Bucht bei Königswinter, weit sichtbar durch die Silhouette des Siebengebirges.

Nach Nordwesten öffnet sich die Gesamtbucht entlang des Rheins und geht ins Niederrheinische Tiefland über, zu dem sich von Osten aus auch das Münsterländer Kreidebecken der Westfälischen Bucht absenkt. Weiter nordwestlich gehen allmählich die Täler von Rhein und Maas ineinander über.

Naturräumliche Gliederung


Naturräumlich stellt die Kölner Bucht eine Haupteinheit (dreistellig) dar und gliedert sich wie folgt in Untereinheiten (Nachkommastellen):Emil Meynen, Josef Schmithüsen: Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands. Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen/Bad Godesberg 1953–1962 (9 Lieferungen in 8 Büchern, aktualisierte Karte 1:1.000.000 mit Haupteinheiten 1960).Verschiedene Autoren: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten in Einzelblättern 1:200.000. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1952–1994. → [http://geographie.giersbeck.de/karten Online-Karten]
*Blatt 108/109: Düsseldorf/Erkelenz (Karlheinz Paffen, Adolf Schüttler, Heinrich Müller-Miny 1963; 55 S.)
*Blatt 122/123*: Köln/Aachen (Ewald Glässer 1978; 52 S.)


*55 (zu 55 Niederrheinische Bucht)
** ''551 Kölner Bucht im engeren Sinne (Köln-Bonner-Rheinebene und linksrheinische Mittelterrassenplatten'')
***551.0 Siegburger Bucht
551.00 Menden-Hangelarer Terrassen
551.01 Sieg-Agger-Niederung
***551.1 Rechtsrheinische Niederterrassenebene (Rechtsrheinische NiederterrasseBezeichnung laut Blatt Köln)
551.10 Mülheimer Rheinebene (Mülheimer-Porzer Niederterrasse)
551.11 Benrather Rheinebene
551.12 Hildener SandniederterrasseAdolf Schüttler, einer der drei Autoren von Blatt Düsseldorf-Erkelenz, rechnet die Hildener Sandniederterrasse ihrer Übersandung wegen zur Haupteinheit 550 (bzw. zu 550.1).
***551.2 Rheinaue
551.20 Köln-Bonner Rheinebene
551.21 Dormagener Rheinaue
***551.3 Linksrheinische Niederterrassenebene (Linksrheinische Niederterrasse
551.30 Südliche Kölner Rheinebene (Köln-Bonner Niederterrasse)
551.31 Nördliche Kölner Rheinebene
551.32 Mühlen- und Knechtstedener Busch
***551.4 Linksrheinische Mittelterrassenplatten (Linksrheinische Lössterrassenplatten)
551.40 Brühler Lössplatte
551.41 Brauweiler Lössplatte
551.42 Rommerskirchener Lössplatte
551.43 Allrath-Neukirchener Lehmplatte

***551.5 Godesberger Rheintaltrichter

Kultur


In der Region befinden sich 325 Burgen und Schlösser, die meist als Wasserburgen errichtet wurden. Zahlreiche Gebäude der deutschen Geschichte sind hier zu finden, z.B. der Kölner Dom oder die Staatsgebäude der Bundesrepublik Deutschland aus Zeiten als Bonn Parlaments- und Regierungssitz war.

Klima


Die Kölner Bucht zählt mit Jahresdurchschnittstemperaturen zwischen 10 und 11 °C zu den wärmsten Regionen Deutschlands. Während die Sommer am Oberrhein noch etwas wärmer sind, sind die Winter so mild, dass Schneefälle, die über mehrere Tage liegen bleiben, in einem durchschnittlichen Winter eher als Ausnahme gelten. Durch Steigungsregen der umgebenden Höhenzüge ist das Klima außerdem relativ feucht. In Kombination mit den wertvollen Lößböden machen diese Faktoren die Kölner Bucht zu einer der fruchtbarsten Regionen Deutschlands.

Geologische Entwicklungsgeschichte


Vor ca. 30 Millionen Jahren sanken Teile des Rheinischen Schiefergebirges ab, und es bildete sich ein Niederungsgebiet. Bedingt durch das damals subtropische Klima gab es ein artenreiches, üppiges Pflanzenwachstum und es bildete sich eine bis zu 270 Meter dicke Torfschicht. Vor ca. 15 Millionen Jahre endete diese Periode und durch den Druck der sich darüber legenden Erdschichten wurde der Torf zu Braunkohle gepresst, die in heutiger Zeit vom Menschen wieder abgebaut wird.

Die Vorläufer des heutigen Rheins gruben ein breites Flussbett durch das Gestein. Aus den Alpen, der Eifel, dem Hunsrück und dem Westerwald brachten diese Rheinvorläufer Abtragungsschutt heran. Wo das Wasser langsam floss (in den Flachwasserzonen), blieb Ton zurück; wo es schnell floss, lagerten sich Sand und Kies ab. Die Grenze des Nordmeeres reichte zeitweise bis dahin, wo heute die Städte Aachen, Erkelenz und Mönchengladbach liegen.

{{Großes Bild|Koeln-Bonner-bucht-panorama.jpg|2146|Teil der Bucht von Norden. Links sind der Kölner Dom und der Fernmeldeturm Colonius zu erkennen. Am rechten Bildrand ist das Bayerwerk Dormagen. Im Hintergrund links die Eifel, die Ville in der Mitte und Braunkohleabraumhalden rechts.}}

Siehe auch


*Liste der Landschaften in Nordrhein-Westfalen

Einzelnachweise


{{DEFAULTSORT:Kolner Bucht}}
Kategorie:Landschaft in Nordrhein-Westfalen
Kategorie:Geographie (Köln)
Kategorie:Geographie (Bonn)
Kategorie:Geographie (Rhein-Erft-Kreis)

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