Much
{{Begriffsklärungshinweis}}
{{Infobox Gemeinde in Deutschland
|Wappen = Much Wappen.gif
|Breitengrad = 50/55//N
|Längengrad = 7/24//E
|Lageplan = Much in SU.svg
|Bundesland = Nordrhein-Westfalen
|Regierungsbezirk = Köln
|Kreis = Rhein-Sieg-Kreis
|Höhe = 236
|Fläche = 78.06
|PLZ = 53804
|Vorwahl = 02245
|Kfz = SU
|Gemeindeschlüssel = 05382036
|NUTS = DEA2C
|LOCODE = DE MCH
|Gliederung = 114 Ortsteile
|Straße = Hauptstraße 57
|Website = [http://www.much.de/ www.much.de]
|Bürgermeister = Alfred Haas
|Partei = CDU
}}
thumb|Der Platz an der St.-Martinus-Kirche
thumb|Die zurückgebaute [[Bundesstraße 56|B56 ist die Mucher Hauptstraße]]
thumb|Die Mucher Ortsteile Hohn und Höhnchen
thumb|An der Brückenstraße erinnert ein Denkmal an das Deportationslager Much.
thumb|Die nach dem 2. Weltkrieg errichtete ÿ130ÿFatima-Kapelleÿ131ÿ
Much ist eine Gemeinde im Rhein-Sieg-Kreis im Süden Nordrhein-Westfalens. Sie hat 114 Dörfer, Einzelhöfe und Weiler und 14.990 Einwohner (Stand: 2009).
Geographie
Geographische Lage
Much liegt mit seinem Kernort im Nordteil des Rhein-Sieg-Kreises jeweils nahe der Grenze zum Oberbergischen Kreis im Nordosten und Rheinisch-Bergischen Kreis im Nordwesten. Im Bergischen Land und Naturpark Bergisches Land befindet es sich östlich von Köln und nordöstlich von Bonn – jeweils knapp 30 km (Luftlinie) entfernt.
Der Wahnbach, in den am östlichen Ortsrand von Much der Gibbinghauser Bach mündet, durchfließt die malerische Hügellandschaft als Sieg-Zufluss, entlang der nordwestlichen und westlichen Mucher Gemeindegrenze verläuft der Agger-Zufluss Naafbach, und entlang der südöstlichen Grenze der Sieg-Zufluss Bröl.Nachbargemeinden
Nachbarn von Much sind Engelskirchen im Norden, Wiehl im Nordosten, Nümbrecht im Osten, Ruppichteroth im Südosten und Süden, Neunkirchen-Seelscheid im Südwesten und Westen und Overath im Westen und Nordwesten.
Gemeindegliederung
* Much hat 114 Dörfer, Einzelhöfe und Weiler (alphabetisch):
:Alefeld, Altenhof, Amtsknechtswahn, Bech, Bennrath, Berghausen, Berzbach, Birken, Birrenbachshöhe, Bitzen, Bövingen, Bröl, Bruchhausen, Büscherhof, Daushof, Derscheid, Eckhausen, Eichhof, Eigen, Engeld, Erlen, Esinghausen, Feld, Gerlinghausen, Gibbinghausen, Hardt, Heckhaus, Heinenbusch, Henningen, Herchenrath, Herfterath, Hetzenholz, Hevinghausen, Hillesheim, Höfferhof, Hoffnungsthal, Höhnchen, Hohn, Hohr, Hündekausen, Huven, Kerzenhöhnchen, Klauserhof, Köbach, Kranüchel, Kreizhof, Kreuzkapelle, Küttensiefen, Leuscherath, Leverath, Löbach, Loßkittel, Marienfeld, Markelsbach, Much, Müllerhof, Neßhoven, Neuenhaus, Neverdorf, Niederbech, Niederbonrath, Niederbruchhausen, Niederdreisbach, Niederheiden, Niederheimbach, Niederhof, Niedermiebach, Niederwahn, Növerhof, Oberbitzen, Oberbonrath, Oberbruchhausen, Oberbusch, Oberdorf, Oberdreisbach, Oberdreisbach-Höhe, Oberhausen, Oberheiden, Oberheimbach, Oberholz, Obermiebach, Oberwahn, Ophausen, Ortsiefen, Pillenhof, Reinshagen, Rieserhof, Roßbruch, Roßhohn, Scheid, Scheidhof, Schlichenbach, Schwellenbach, Senschenhöhe, Siefen, Sommerhausen, Springen, Steinhaus, Stompen, Strießhardt, Strünkerhof, Tillinghausen, Todtenmann, Tüschenbonnen, Vogelsangen, Walterscheid, Weeg, Weißenportz, Wellerscheid, Wersch, Werschberg, Wiese, Wohlfarth und Zeche Aachen
* ehemalige Ortsteile:
:Bockem, Broich, Damm, Großoberholz, Hirtsiefen, Höllerhof, Höverhof, Kleinoberholz, Krahm, Kreuzbruch, Kutzbach, Niederengeld, Niedermarkelsbach, Oberbruch, Oberengeld, Obermarkelsbach, Overbach, Reichenstein, Scheidt, Scheukausen, Schmerbach, Siefen bei Werschberg, Söntgerath, Steeg und StrunkhausenEinwohner-Verzeichnis Siegkreis 1910Geschichte
* um 802 wurde der Sage nach die Burg zu Much erbaut (im Rahmen der rechtsrheinischen Befestigungsstrategie Karls des Großen), was allerdings historisch nicht belegt werden kann.
* Am 31. März 1131 wird Much erstmals urkundlich erwähnt: Papst Innozenz II. bestätigt die Mucher Kirche als Besitz des Stiftes St. Cassius Bonn.
* Im Mittelalter gehörte Much zum Herzogtum Berg, Amt Windeck, später zum Kanton Eitorf
* 1942 Deportation von Juden des Rhein-Sieg-Kreises aus dem Internierungs-Sammellager Much in verschiedene Konzentrationslager, viele in das KZ Theresienstadt.
Religionen
Much ist hauptsächlich katholisch geprägt. Der zum Dekanat Neunkirchen gehörende Pfarrverband Much umfasst die drei Kirchengemeinden St. Martinus Much, St. Mariä Himmelfahrt Marienfeld und St. Johann Baptist Kreuzkapelle. Außerdem gibt es in Much eine evangelische und eine neuapostolische Kirche, sowie einen Königreichssaal der Zeugen Jehovas in Wersch. Einmal jährlich, Anfang Juli zum Fest Mariä Heimsuchung, pilgern einige hundert Mucher zu Fuß in das 150 Kilometer entfernte Werl, um in der dortigen Wallfahrtsbasilika Werl vor dem Gnadenbild zu beten. Der Wallfahrtsbrauch geht auf ein Gelübde aus dem Dreißigjährigen Krieg zurück.
Siehe auch die Liste der Kirchen und Kapellen in Much.Einwohnerentwicklung
{| class="wikitable"
!Jahr
!Einwohner
|----
|1925
|5.812
|----
|1933
|5.516
|----
|1939
|5.719
|----
|1969
|7.472
|----
|1979
|9.611
|----
|1991
|12.351
|----
|2006
|15.071
|}
Politik
Gemeinderat
{{Wahldiagramm
|LAND = DE
|TITEL = Gemeinderatswahl 2009
|TITEL2 = Wahlbeteiligung: 55,1 %
|JAHRALT = 2004
|JAHRNEU = 2009
|GUV = ja
|PARTEI1 = CDU
|ERGEBNIS1 = 50.8
|ERGEBNISALT1 = 57.6
|PARTEI2 = SPD
|ERGEBNIS2 = 20.2
|ERGEBNISALT2 = 23.3
|PARTEI3 = GRÜNE
|ERGEBNIS3 = 16.0
|ERGEBNISALT3 = 12.0
|PARTEI4 = FDP
|ERGEBNIS4 = 9.7
|ERGEBNISALT4 = 7.1
|PARTEI5 = LINKE
|ERGEBNIS5 = 3.3
|ERGEBNISALT5 = 0.0
}}
Die 32 Sitze des Gemeinderates verteilen sich nach der Kommunalwahl am 30. August 2009 wie folgt:[http://www2.wahl.civitec.de/rsk/frameset.php5?file=status_karte&wahl=39&frame=true Gemeinde Much: Wahlergebnisse und Sitzverteilung]
* CDU: 17 Sitze
* SPD: 6 Sitze
* Grüne: 5 Sitze
* FDP: 3 Sitze
* DIE LINKE: 1 Sitz
Bürgermeister Alfred Haas (CDU) wurde mit 74,5 % für eine weitere Legislaturperiode wiedergewählt.
Wappen
Das Wappen der Gemeinde Much ist in der oberen Hälfte Silber und in der unteren Hälfte Gold. Oben ein schreitender, blau gezungter und bewehrter roter Löwe, unten auf einem grünen Berg ein rot bewehrter schwarzer Hahn, beseitet von je einem blauen Fisch.
Das Wappen beruht auf einem Schöffensiegel des Jahres 1627, das in der Gemeinde gefunden wurde. Deutet der Löwe auf die alte Landesherrschaft der Herzöge von Berg, ist der untere Bildteil auf den Ort zu beziehen. Neben dem Fischreichtum (Forellen) soll mit dem Hahn die Wachsamkeit der Schöffen symbolisiert werden.
Städtepartnerschaften
* Seit 1976 eine Partnerschaft mit Doullens in Frankreich
* seit 1991 mit Groß Köris in Brandenburg
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
* Die Burg Overbach ist ein als Wasserburg angelegtes Burghaus auf dem Gelände des Golfclubs Much
* Die Kirche Sankt Martinus entstand bereits im 12. Jahrhundert
Naturdenkmäler
Viele Wanderwege ziehen ortsnahe Städter aus der Region Köln/Bonn an, das Wanderwegenetz umfasst ca. 110 km Strecke.
Die Gemeinde Much besitzt darüber hinaus mit insgesamt 221 Wegekreuzen, Kapellen und Heiligenhäuschen aus vier Jahrhunderten eine Vielzahl erhaltenswerter christlicher Kulturgüter.
Sport
Der örtliche Sportverein TSV Much veranstaltet jedes Jahr einen Volkslauf über 10 km und einen „Hans Josef Roth Gedächtnislauf“ über 21 km. Aufgrund der Lage von Much ist ein schwieriges Streckenprofil vorprogrammiert.
Darüber hinaus gibt es im TSV die Abteilungen Schwimmen, Badminton, Bogensport, Leichtathletik, Sporttherapie, Tischtennis, Turnen und Volleyball.
Der Tennisclub Much - mitten im Zentrum des Ortes gelegen - hat eine der schönsten Tennisanlagen im Tennisverband-Mittelrhein und stellt zahlreiche Medenmannschaften.Zusätzlich werden jährlich zahlreiche vereinsinterne Turniere veranstaltet.
Regelmäßige Veranstaltungen
Wochenmarkt
Jeden Donnerstagvormittag findet in Much ein kleiner Wochenmarkt statt.
Mucher Heufresser-Tage
Seit 2006 finden jeden Sommer die "Heufresser-Wettkämpfe" im Ortszentrum von Much statt. Dort treten verschiedene Dorfgemeinschaften, Vereine und andere Teams gegeneinander an.
Seit 2009 findet im Rahmen der Wettkämpfe auch ein Heuwagenrennen statt.[http://www.ksta.de/html/artikel/1144323886108.shtml Kölner Stadtanzeiger, 11. Oktober 2009]
Die Bezeichnung "Heufresser" bezieht sich auf eine Mucher Überlieferung: Der Pfarrer wettete gegen den Bürgermeister und den Arzt von Much, dass Ersterer die gläubigen Bürger dazu bringen könnte, Heu zu essen. Als er in der Messe dann behauptete, es handele sich beim Heu in seiner Hand um Heilkräuter, die vor Seuchen und sogar dem Fegefeuer schützen, aßen die Kirchgänger das Heu. Damit gewann der Pfarrer die Wette.[http://www.hotel-fit.de/pdf/Bankettmappe.pdf Prospekt des Mucher Hotels "Fit"]Mucher Weihnachtsmarkt
Immer am ersten Adventswochenende findet der Mucher Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz um die St.-Martinus-Kirche und im Ortskern von Much statt. Er gilt als „der schönste Weihnachtsmarkt im Bergischen“.
2011 feierte Much 30 Jahre Weihnachtsmarkt.IDL
Software Publikations-
und Verlagsgesellschaft mbH: [http://www.weihnachtsmarkt-deutschland.de/weihnachtsmarkt-much.html Mucher Weihnachtsmarkt]. Abgerufen am 22. Mai 2010.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Much wird von der B 56, der Zeithstraße und der Landesstraße 312 durchzogen und der nächste Autobahnanschluss liegt nördlich an der A 4.
Im Jahr 2010 waren in der Gemeinde 11.011 Kraftfahrzeuge zugelassen, darunter 8.773 Pkw Ministerium f. Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr: Mobilität in NRW. Daten und Fakten 2010.In Much gilt für den ÖPNV der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS
www.vrsinfo.de VRS
), Linienbusverkehre existieren u.a. nach Overath (Linie 575), nach Neunkirchen-Seelscheid und nach Siegburg (Linie 576 und SB56).
Öffentliche Einrichtungen
Bildung
* Schulzentrum Much, Schulstraße (Haupt- und Realschule)
* Gemeinschaftsgrundschule, Schulstraße
* Gemeinschaftsgrundschule, Klosterstraße
* Gemeinschaftsgrundschule Marienfeld, Dorfstraße
Persönlichkeiten
* Heinrich Böll, wohnte 1944/45 als Kriegsflüchtling in Much-Marienfeld und -Neßhoven, in Marienfeld wurde einer seiner Söhne beigesetzt
* Josef Jacobs, (1894–1978), mit 47 Luftsiegen einer der erfolgreichsten deutschen Jagdflieger des Ersten Weltkriegs.
Weblinks
{{Commonscat|Much}}
* [http://www.much.de/ Website der Gemeinde]
Einzelnachweise
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis}}
{{Normdaten|GKD=2029141-3}}
Kategorie:Ort im Rhein-Sieg-Kreis
da:MuchMuch, North Rhine-Westphalia
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ksh:Much
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vo:Much
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