Poppelsdorf
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland
|Ortsteil = Poppelsdorf
|Gemeindeart = Bundesstadt
|Gemeindename = Bonn
|Breitengrad = 50.722222
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|Bundesland = DE-NW
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|Lagekarte = Bonn-Poppelsdorf.png
|Lagekarte-Beschreibung = Lage von Poppelsdorf in Bonn
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miniatur|Gründerzeitfassaden auf der Poppelsdorfer Allee
Poppelsdorf ist ein Ortsteil von Bonn. Er ist stark durch die Universität Bonn geprägt.
Geographie
Poppelsdorf liegt etwa in der Mitte des Bonner Stadtgebietes. Im Norden liegt die Weststadt, im Nordosten die Südstadt, im Südosten Kessenich, im Süden Venusberg und Ippendorf, im Südwesten Lengsdorf und im Westen Endenich.
Der Norden des Ortsteils umfasst die Universitätsgebäude, im Westen bilden deren Versuchsfelder eine Freifläche. Das Poppelsdorfer Zentrum mit Geschäften und Lokalen befindet sich an der Clemens-August-Straße im Südwesten.
Geschichte
Poppelsdorf gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Oberamt Bonn im Kurfürstentum Köln. Nachdem das linksrheinische Gebiet zu Frankreich kam, wurde Poppelsdorf Sitz einer Mairie, die zum Kanton Bonn externe im Arrondissement de Bonn des Rhein-Mosel-Départements gehörte. Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress wurde 1815 das Rheinland dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung wurde Poppelsdorf 1816 Sitz der Bürgermeisterei Poppelsdorf im Kreis Bonn im Regierungsbezirk Köln. Diese Bürgermeisterei bestand bis 1904, als die Gemeinde Poppelsdorf zusammen mit den Gemeinden Dottendorf, Endenich und Kessenich in die Stadt Bonn eingemeindet wurde.
1755 wurde eine kurfürstliche Porzellanmanufaktur gegründet, aus der die Unternehmen Porzellan- und Steingutfabrik Ludwig Wessel (verblieb bis 1969 im Ort) und Steingutfabrik Franz Anton Mehlem (zog bald an den Rhein) hervorgingen. Es hatte außerdem schöne Landhäuser und seit 1885 eine Garnison (ein Infanteriebat. Nr. 28).
Neunzig Jahre lang (1883-1973) prägte der Büroartikel-Hersteller Soennecken das Viertel: während der 1920er Jahre beschäftigte das Unternehmen ca. 1000 Mitarbeiter.
Sehenswürdigkeiten
Das ehemalige Lustschloss Clemensruhe des Kurfürsten Clemens August I. von Bayern am Ende der Poppelsdorfer Allee wurde von Friedrich Wilhelm III. der Universität überlassen. Es beherbergt jetzt Institute der Fachrichtung Biologie und das Mineralogisch-Petrologische Institut und Museum. Im benachbarten Botanischen Garten, eine der ältesten Gartenanlagen Deutschlands, deren Anfänge bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, wuchsen zuletzt in den Jahren 2003 und 2006 Aufsehen erregende Exemplare der Titanenwurz (lat. Amorphophallus titanum).
An der Meckenheimer Allee und Nussallee befinden sich zahlreiche Institutsbauten der Universität, einige noch aus dem 19. Jahrhundert. Das größte davon ist das Alte Chemische Institut.
In Poppelsdorf sowie besonders in den angrenzenden Stadtteilen Südstadt und Weststadt stehen noch viele Wohnbauten aus der Gründerzeit (ca. 1870er bis 1910er Jahre, je näher am Schloss, desto älter die Häuser) mit zum Teil hervorragend erhaltenen und sanierten Fassaden.
Der 1800 gegründete Poppelsdorfer Friedhof am Hang des Kreuzberges ist einer der ältesten Friedhöfe Bonns und beherbergt eine Vielzahl bekannter und sehenswerter Grabstätten.
Weblinks
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* [http://www.poppelsdorfer-geschichte.de/ Aktuelle Internetseite des Fördervereins Poppelsdorfer Geschichte e.V.]
* [http://www.poppelsdorf.de/poppelsdorfer_friedhof.htm Weitere Persönlichkeiten auf dem Poppelsdorfer Friedhof]
* Historische Stadtansicht von 1583 von Frans Hogenberg: Popelsdorf. Vor Popelsdorff ein starck hauß, Ward auch manch Buchs geschossen auß, weil es deß Truchses volck darinn, ... Köln : Hogenberg, ca. 1583 ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-88102}})
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