Ramersdorf (Bonn)
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland
| Ortsteil = Ramersdorf
| Gemeindeart = Stadt
| Gemeindename = Bonn
| Alternativanzeige-Gemeindename =
| Breitengrad = 50/43/27.92/N
| Längengrad = 07/09/15.90/E
| Bundesland = DE-NW
| Höhe = 60
| Fläche =
| Einwohner =
| Einwohner-Stand-Datum =
| Eingemeindungsdatum = 1969-08-01
| Postleitzahl1 = 53227
| Postleitzahl2 =
| Vorwahl1 = 0228
| Vorwahl2 =
| Lagekarte = Bonn-LiKueRa.png
| Lagekarte-Beschreibung = Lage von Liküra = Limperich/Küdinghoven/Ramersdorf
}}
Ramersdorf ist ein Ortsteil von Bonn im Stadtbezirk Beuel. Ramersdorf erstreckt sich rechtsrheinisch vom Rheinufer bis in die Hänge des Ennert und ist mit seinem rheinnahen Bereich seit den 1990er-Jahren Bestandteil des Bundesviertels. Der Ortsteil gehört zum Statistischen Bezirk Li-Kü-Ra, der auch noch die benachbarten Ortsteile Küdinghoven und Limperich umfasst.
Geschichte
Ramersdorf wird urkundlich das erste Mal im 9. Jahrhundert erwähnt. Das Bonner Cassiusstift hatte dort Besitzungen. 1136 erhielt das Stift eine päpstliche Bestätigung für den Besitz eines Gutes in Ramersdorf, das die Stiftsherren von der Abtei Siegburg erworben hatten. Weiteren Besitz erhielt das Stift 1142 in dem Ort durch die Schenkung eines Bonner Bürgers mit dem Namen Roingus. Auch die Abtei Heisterbach erhielt in Ramersdorf schon vor 1246 Zins und Zehnten, sowie eine Mühle Heinrich Pauen: Die Klostergrundherrschaft Heisterbach. (= Beiträge zur Geschichte des alten Mönchtums und des Benediktinerordens, hrsg. vom Abt-Herwegen-Institut Maria Laach, Bd. 4), Aschendorff, Münster 1913, S. 67 und 137..
Um 1230 wurde die Kommende Ramersdorf des deutschen Ordens gestiftet, die heute als Hotel bewirtschaftet wird und am Autobahndreieck von A 59 und A 562 liegt.
Seit Ramersdorf 1969 Stadtteil von Bonn wurde und durch die Autobahnbrücke der A 562 an das linksrheinischen Regierungsviertel angebunden wurde, erlebt der Ortsteil ein enormes Wachstum. 1979 wurde zur Bundesgartenschau ein Teil des Rheinufers zum Landschaftspark Rheinaue umgestaltet, der durch die Autobahnbrücke mit dem linksrheinischen Hauptteil des Parks verknüpft ist. Um den Park herum gruppieren sich mehrere Gewerbegebiete, die sich zu Arbeitsplatzschwerpunkten entwickelten. Heute befindet sich hier unter anderem die Konzernzentrale von T-Mobile, das neue Polizeipräsidium für Bonn wurde im Sommer 2006 fertiggestellt. Die dynamische Entwicklung insbesondere seit den 1990er-Jahren ist auch auf die Entwicklungsmaßnahme Bundesviertel zurückzuführen, von der sich Teilgebiete in Ramersdorf befanden.
Im Süden Ramersdorfs befindet sich das Gelände einer ehemaligen Zementfabrik, das seit 2003 im Rahmen des Städtebauprojekts „Bonner Bogen“ umfassend umgestaltet wird. Hier entstanden unter der Leitung des Bonner Architekten Karl-Heinz Schommer Wohn- und Bürogebäude, Veranstaltungsräume sowie das Hotel Kameha Grand Bonn. Einige denkmalgeschützte Gebäude der alten Fabrik blieben erhalten und wurden umfassend saniert, darunter die Direktorenvilla, das Verwaltungsgebäude und der Wasserturm.
Datei:BONNRAMERSDORF.jpg|Ortszentrum/Lindenstraße in Ramersdorf
File:Kapramersdf.JPG|Kapelle des Herz Jesu-Klosters
Datei:Bonnerbogen2.jpg|Bonner Bogen
Datei:TMOBI.jpg|Zentrale von T-Mobile
Datei:Bonn station house2.jpg|Polizeipräsidium Bonn
EinwohnerentwicklungGemeindelexikon Preußen, 1871 und 1905; Übersicht ... des Regierungs-Bezirks Köln, 1816 und 1843.
{| class="wikitable"
|- class="hintergrundfarbe12"
!Jahr
!Einwohner
|-
|align="right"|1816
|align="right"|303
|-
|align="right"|1843
|align="right"|389
|-
|align="right"|1871
|align="right"|486
|-
|align="right"|1905
|align="right"|832
|-
|align="right"|1961
|align="right"|1.312Beiträge zur Statistik des Landes Nordrhein-Westfalen, Sonderreihe Volkszählung 1961. Heft 2 b, Düsseldorf 1963, S. 59.
|}
Einzelnachweise
Weblinks
{{Commonscat}}
{{Navigationsleiste Stadtbezirke in Bonn}}
Kategorie:Ortsteil von Bonntr:Ramersdorf-Bonn
Text und Bilder dieses Beitrags stammen aus dem Artikel Ramersdorf (Bonn) der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU Free Documentation License. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Original-Artikel lässt sich hier bearbeiten.