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Rheinbrohl

15.05.2012 @ 11:47, Leit,

{{Infobox Gemeinde in Deutschland
|Art = Ortsgemeinde
|Wappen = Wappen Rheinbrohl.png
|Breitengrad = 50/29/42/N
|Längengrad = 7/20/05/E
|Lageplan = Rheinbrohl_in_NR.svg
|Bundesland = Rheinland-Pfalz
|Landkreis = Neuwied
|Verbandsgemeinde = Bad Hönningen
|Höhe = 83
|Fläche = 17.20
|PLZ = 56598
|Vorwahl = 02635
|Kfz = NR
|Gemeindeschlüssel = 07138063
|Gliederung = 2 Ortsteile
|Adresse-Verband = Marktstraße 1
53557 Bad Hönningen
|Website = [http://www.rheinbrohl.de/ www.rheinbrohl.de]
|Bürgermeister = Dieter Labonde
|Bürgermeistertitel= Ortsbürgermeister
|Partei = SPD
}}

miniatur|296px|Gertrudenhof mit Kapelle

Rheinbrohl (lateinisch als Broele trans Rhenum bezeichnet) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Hönningen an. Rheinbrohl ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen. [http://www.infothek.statistik.rlp.de//neu/MeineHeimat/detailInfo.aspx?sl=R&topic=2047&id=3537&key=0713802063&l=3 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Infothek]

Geographie


Geographische Lage


Der Weinort Rheinbrohl liegt am rechten Ufer des Mittelrheins gegenüber von Brohl-Lützing und unmittelbar südlich der Stadt Bad Hönningen. Das Gemeindegebiet gehört zum Naturpark Rhein-Westerwald und lässt sich naturräumlich mit seinem äußeren Westen dem südlichen Abschluss der Linz-Hönninger Talweitung und dem östlich davon liegenden Gebiet dem Rhein-Wied-Rücken zuordnen. Dort erreicht es knapp unterhalb des {{Höhe|373|DE-NN|link=true}} hohen Malbergs seinen höchsten Bodenpunkt. In Rheinbrohl beginnt der ehemalige römische Limes, der am 15. Juli 2005 von der UNESCO in die Weltkulturerbe-Liste aufgenommen wurde.

Gemeindegliederung


Zur Gemeinde Rheinbrohl gehören der Ortsteil Arienheller sowie die Wohnplätze Annahof, Berghof, Christinenhöhe, Dielsberg, Hartmannshof, Haus Bergfriede, Haus Forst, Jagdhaus Wilhelmsruh, Lampenthalerhof, Magdalenenhof und Zur alten Mühle.[http://www.statistik.rlp.de/fileadmin/dokumente/berichte/A1132_201001_ur_G.pdf Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile], Seite 32 (PDF)

Geschichte


Rheinbrohl wurde erstmals urkundlich am 3. Mai 877 in einem Schreiben König Karl des Kahlen erwähnt und gehörte seinerzeit zum Stift Nivelles in Brabant. Die Vögte waren die Grafen von Sayn. 1606 fiel Rheinbrohl als heimgefallenes Lehen an Kurtrier, im Zuge der Säkularisation 1803 an Nassau, nach dem Wiener Kongress 1815 an Preußen. Die Schiffswerft Hilgers wurde 1947 in Rheinbrohl gegründet und hatte ihre Wurzeln im 1868 gegründetem Stahlbauunternehmen Hilgers. 1985 wurde die Werft geschlossen.

{{Siehe auch|Kleinkastell Rheinbrohl}}

Dialekt


In Rheinbrohl spricht man einen Moselfränkischen Dialekt, der nahe dem Übergang zum Ripuarischen angesiedelt ist.

Politik


Gemeinderat


Der Gemeinderat in Rheinbrohl besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[http://wahlen.rlp.de/kw/wahlen/2009/gemeinderatswahlen/ergebnisse/1380206300.html Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat]
{| border="1" cellpadding="2" cellspacing="0" width="300"
|- bgcolor="#eeeeee" align="center"
|   || SPD || CDU || FWG || Gesamt
|- align="center"
| 2009 || 11 || 8 || 1 || 20 Sitze
|- align="center"
| 2004 || 10 || 9 || 1 || 20 Sitze

|}

Wappen


Die Blasonierung lautet: „Gespalten von Silber und Blau; vorn ein durchgehendes rotes Balkenkreuz, hinten drei, zwei zu eins gestellte silberne Pilgermuscheln.“

Das rote Kreuz weist auf die ehemalige Zugehörigkeit zu Kurtrier hin. Die Muscheln sind den Wappen der Trierer Erzbischöfe Jakob von Sierk (1439–1456) oder Lothar von Metternich (1599–1623) entnommen. Einer von beiden wird vermutlich das Gemeindesiegel, das schon den Schild mit Kreuz und Muscheln zeigt und in Abdrucken seit 1610 bekannt ist, verliehen haben. Das Wappen ist rechtsgültig seit 1949.

Partnergemeinde


miniatur|Symbol der Partnerschaft mit Bourcefranc
miniatur|St.Suitbertus
miniatur|hochkant|Altenwohnheim Ariehellerstraße
miniatur|Schulzentrum

Die Partnerschaft mit der an der französischen Atlantikküste gelegenen Gemeinde Bourcefranc-le-Chapus (Département Charente-Maritime) besteht seit dem Jahre 1965.

Sehenswürdigkeiten


{{Siehe auch|Liste der Kulturdenkmäler in Rheinbrohl}}

* Die neugotische katholische Pfarrkirche St. Suitbertus, die von 1852-1856 nach Plänen des Kölner Diözesenbaumeisters Vincenz Statz erbaut wurde.
* Die Wurzelkrippe in der St.Suitbertus Kirche, jährlich vom 24. Dezember bis zum 2. Februar
* Die Gertrudenkapelle mit Bausubstanz aus dem 13. Jahrhundert und einem Altar aus dem 17. Jahrhundert sowie der ältesten Glocke Rheinbrohls aus dem Jahr 1696.
* Die neugotische evangelische Kirche, 1888 vom Wiesbadener Architekten Friedrich Lang errichtet.
* Das historische Rathaus, der Gertrudenhof, welcher seit dem 7. Jahrhundert nachgewiesen werden kann.
* Das von Bildhauer Carl Burger erbaute Ehrenmal des Infanterie-Regiments Nr. 29 für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Kameraden des Infanterie-Regiments 'von Horn' (3. Rheinisches) No. 29 auf der Rheinbrohler Ley - Das Relief zeigt vier apokalyptische Reiter, die die Schrecken des Krieges „Hunger“, „Pest“, „Krieg“ und „Tod“ darstellen.
* Ein Nachbau des ersten Wachturms („Römerturm 1“) steht an der Zufahrt zur Autofähre nach Bad Breisig.

* Seit 2008 steht an der Ortsausfahrt von der B 42 nach Rheinbrohl, direkt neben dem ehemaligen Werk, Arienheller-Sprudel, ein Limes-Erlebnis-Zentrum, genannt RömerWelt.

Verkehr und Infrastruktur


Der Ort bietet ein vollständiges Angebot an Geschäften für den täglichen Bedarf, mehrere Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Apotheke, Fachgeschäfte und Gastronomie. In dem am Ortsende Richtung Bad Hönningen gelegenen Gewerbegebiet sind viele verschiedene Handwerksbetriebe und ein Supermarkt angesiedelt.

Verkehr


Rheinbrohl ist Bahnhof auf der rechten Rheinstrecke. Dort hält die Regionalbahn 27 (Mönchengladbach–Köln–Koblenz). Mit den Bussen der VRM sind die Orte zwischen Koblenz und Linz am Rhein erreichbar. In Rheinbrohl beginnt die Deutsche Limes-Straße.

Wanderwege


Am Limes-Erlebniszentrum Römerwelt im Ortsteil Arienheller führen die Wanderwege Rheinsteig, Westerwaldsteig und der Limeswanderweg vorbei.

Schulen


* Maximilian-Kolbe-Schule (Förderschule)
* Römerwald-Schule (Hauptschule)
* Römerwall-Schule (Realschule plus, Ganztagsschule)
* Astrid-Lindgren-Schule

* Berufsbildende Schule der Handwerkskammer Koblenz

Kindergärten


Drei Kindergärten, davon ein Sonderpädagogischer Kindergarten der Lebenshilfe Neuwied-Andernach gGmbH

Altenheime


Drei Pflege- und Altenheime

Gewerbe


Die größten Unternehmen am Ort sind DSD Stahlbau Hilgers, ehemals Stahlbau Hilgers und die Verzinkerei Wiegel

miniatur|Bahnhof Rheinbrohl

Persönlichkeiten


* Günther L. Heubgen ist ein promovierter Fachbuchautor im Bereich Biologie.
* Herman Flesche war ein deutscher Architekt, Maler, Kunsthistoriker und Schriftsteller.
* Hermann Jung, Journalist u. Schriftsteller, (* 1901 Rheinbrohl; † 1988 Gemünden/Main). Verfasste über 300 Bücher und Arbeiten über den Wein. Jung war von 1953 bis 1957 Chefredakteur der Fachzeitschrift „Der deutsche Weinbau“. Träger des Deutschen Weinkulturpreises 1981.

* Alfred Ott, ehemaliger Fußball-Bundesliga-Schiedsrichter.

Literatur


* Heinrich Volk: Geschichte des Fleckens Rheinbrohl. Verlag des Katholischen Junggesellenvereins, Rheinbrohl 1797. ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0128-1-12789 Digitalisat])
* Heinrich Volk: Ergänzungen zur Geschichte des Fleckens Rheinbrohl. Selbstverlag, Neuwied 1922 ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0128-1-12869 Digitalisat])
* Dietmar Waldorf: Geschichtliche Daten des Ortes Rheinbrohl und Umgebung (in der Frühzeit) in chronologischer Reihenfolge. Selbstverlag, Rheinbrohl 2000
* Hansfried Schaefer: Rheinbrohl früher - heute. Geiger, Horb am Neckar 2002. ISBN 3-89570-804-6

* Hansfried Schaefer: Rheinbrohl im Wandel der Zeit. Festschrift zum 175jährigen Bestehen des Katholischen Junggesellenvereins Rheinbrohl, Gemeinde Rheinbrohl 1972

Weblinks


{{Commonscat}}
* [http://www.rheinbrohl.de/ Ortsgemeinde Rheinbrohl]

* [http://www.rheintal-fuehrer.de/Rheinbrohl.html Rheintalführer Rheinbrohl]


Datei:Limes_Rheinbrohl.jpg|Limes-Wachturm 1 bei Rheinbrohl
Datei:Mittelrhein_Rheinbrohl.jpg|Blick von der Rheinbrohler Ley auf Rheinbrohl und Bad Hönningen (gegenüber der Hafen von Brohl-Lützing, Burg Rheineck und Bad Breisig)
Datei:Roggenfelder Mill in Arinheller, Germany.jpg|Rockenfelder Mühle in Rheinbrohl, Ortsteil Arienheller
Datei:Kirche RBrohl.jpg|Ev.Kirche Rheinbrohl
Datei:Rbrohl 2.JPG|Alte Häuser
Datei:Römerwelt totale.jpg|Limes-Erlebniszentrum Römerwelt
Datei:Vicusgebäude.jpg|Vicusgebäude Römerwelt
Datei:Limes 2.JPG|Der Limes im Wald oberhalb Rheinbrohl
Datei:Römerkreisel 1.JPG|Verkehrskreisel Rheinbrohl

Einzelnachweise


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