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Scheurebe

17.04.2012 @ 08:14, Wikiroe,

{{Infobox Rebsorte
| Art = vinifera
| Farbe = weiß
| Name = Scheurebe
| Synonyme = S88, Sämling 88, Scheu 88, Scheu, Dr. Wagnerrebe
| Synonyme-Abschnitt =
| Zuchtnummer = Alzey S88,
| Bild = Scheurebe.jpg
| Herkunft = Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey
| bekannt seit =
| Züchter = Georg Scheu
| Züchtungsjahr = 1916
| Markteinführung =
| Elternsorte1 =
| Elternsorte2 =
| Kreuzung =
| Mutation =
| Abstammung = Zufallssämling aus Riesling (oder einer noch unbekannten Sorte)
}}
Die nach Georg Scheu benannte und 1916 erstmals gezüchtete Sorte ist eine Kreuzung aus einer unbekannten Wildrebe und dem Riesling, die erst bei vollständiger Reife einen Qualitätswein mit subtilem und rassigem Aroma von schwarzen Johannisbeeren und Grapefruit erzeugt. Die Weine aus der Scheurebe werden oft als Süß- oder Dessertwein ausgebaut.

Heute ist die Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey - die ehemalige Wirkungsstätte von Georg Scheu - nach Ablauf des Sortenschutzes bei der jetzt „freien“ Sorte Scheurebe als Erhaltungszüchter beim Bundessortenamt eingetragen.

Laut neueren genetischen Untersuchungen stellt sich die Abstammungsfrage der Rebe wieder. Der Riesling konnte als Elternteil belegt werden, als zweite Rebsorte ist aber laut Dr. Regner in Klosterneuburg der Silvaner auszuschließen. Es gibt Hinweise auf eine (mittlerweile verloren gegangene) Wildrebe.

Siehe auch: Weinbau in Deutschland, Weinbau im Vereinigten Königreich, Liste der Rebsorten.

Synonyme: Alzey S88, S88, Sämling 88 (Österreich), Scheu 88, Dr. Wagnerrebe (frühere Bezeichnung - dieser sollte an einen Politiker im 3. Reich erinnern. Dieses Synonym wird heute nicht mehr verwendet.)

Abstammung: unbekannte Sorte x Riesling

Aromen: Pampelmuse, tropische Früchte, schwarze Johannisbeere

Verbreitung

In Österreich, wo sie unter dem Namen Sämling 88 angebaut wird, ist die Sorte flächenmäßig praktisch bedeutungslos, allerdings werden daraus einige der herausragenden edelsüßen Weine rund um den Neusiedler See und in der Südsteiermark gewonnen. {{Literatur | Autor= Österreichische Weinmarketingserviceges.m.b.H. (ÖWM) | Titel= Dokumentation Österreichischer Wein 2007, [http://www.weinausoesterreich.at/daten/doku2007/doku2007_gesamt.pdf (PDF Datei)]| Ort= Wien| Jahr= 2008| Kommentar= }} Vor allem die Sämling-88-Trockenbeerenauslesen von Hafner und Kracher wurden weltweit immer wieder bei Weinwettbewerben ausgezeichnet.

In Deutschland (→ Weinbau in Deutschland) waren im Jahr 2007 1702 Hektar ( = 1,7% der deutschen Rebfläche) {{Literatur | Autor= Deutsches Weininstitut | Titel= Statistik 2008/2009, [http://www.deutscheweine.de/icc/Internet-DE/med/51f/51f304ed-e998-9c11-6987-dd275f440fd3,11111111-1111-1111-1111-111111111111.pdf (PDF Datei)]| Ort= Mainz| Jahr= 2008| Kommentar= }} mit der Rebsorte Scheurebe bestockt. Im Jahr 2006 waren noch 1781 Hektar {{Literatur | Autor= Deutsches Weininstitut | Titel= Statistik 2007/2008, [http://www.deutscheweine.de/icc/Internet-DE/med/1a6/1a64f607-a3e5-5117-3d28-952196117f51,11111111-1111-1111-1111-111111111111.pdf (PDF Datei)]| Ort= Mainz| Jahr= 2007| Kommentar= }} Anbaufläche bestockt, nachdem im Jahr 1999 noch 3126 Hektar {{Literatur | Autor= Deutsches Weininstitut | Titel= Statistik 2004/2005, [http://www.deutscheweine.de/icc/Internet-DE/med/00f/00f51f4e-0098-401b-e592-6461d7937aae,11111111-1111-1111-1111-111111111111.pdf (PDF Datei)]| Ort= Mainz| Jahr= 2004| Kommentar= }} erhoben wurden.

Die Rebflächen in Deutschland verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Anbaugebiete:

{| border="1" cellspacing="0" cellpadding="5"
|align="center" | Weinbaugebiet || Rebfläche (Hektar)
|-
|align="left" | Ahr || align="right" | -
|-
|align="left" | Baden || align="right" | 38
|-
|align="left" | Franken || align="right" | 126
|-
|align="left" | Hessische Bergstraße || align="right" | 3
|-
|align="left" | Mittelrhein || align="right" | 5
|-
|align="left" | Mosel || align="right" | 4
|-
|align="left" | Nahe || align="right" | 133
|-
|align="left" | Pfalz || align="right" | 418
|-
|align="left" | Rheingau || align="right" | 2
|-
|align="left" | Rheinhessen || align="right" | 953
|-
|align="left" | Saale-Unstrut || align="right" | 4
|-
|align="left" | Sachsen || align="right" | 14
|-
|align="left" | Stargader Land || align="right" | -
|-
|align="left" | Württemberg || align="right" | 3
|-
|align="left" | TOTAL Deutschland 2007 || align="right" | 1.702
|-

|}

Quelle: Rebflächenstatistik vom 13. März 2008, Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2008 in Beschreibende Sortenliste des Bundessortenamtes 2008, Seite 198ff. [http://www.bundessortenamt.de/internet30/fileadmin/Files/PDF/bsl_rebe_2008.pdf Beschreibende Sortenliste des Bundessortenamtes 2008(PDF)]

Seit einigen Jahren wird die Sorte auch im Süden Englands auf sehr kleinen Flächen mit Erfolg angebaut. Kleine Bestände sind auch in der Schweiz bekannt. (4,8 Hektar, Stand 2007, Quelle: Office fédéral de l'agriculture OFAG [http://www.blw.admin.ch/themen/00013/00084/index.html?download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1ae2IZn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDfIN9fmym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--&lang=fr Das Weinjahr 2008 (PDF)], Herausgeber Office fédéral de l'agriculture OFAG )

Ampelographische Sortenmerkmale


Im Falle einer Infektion mit der durch Fadenwürmer übertragenen Reisigkrankheit ist der Ernteausfall stärker als im Mittel verglichen mit anderen Rebsorten. Farbatlas Krankheiten, Schädlinge und Nützlinge an der Weinrebe, von Horst Dietrich Mohr, erschienen im Eugen Ulmer Verlag

Einzelnachweise

Weblinks


* [http://www.lwg.bayern.de/weinbau/sorten_klone_unterlagen/12848/W1_Klassische_weisse_Rebsorten_2005.pdf (PDF datei) Informationen zu klassischen Sorten von der LWG Bayern] (490 kB)

* [http://www.vivc.de/datasheet/dataResult.php?data=10818 Die Scheurebe in der Datenbank des] Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof.

Quellen und Literatur

* {{Literatur
| Autor = Pierre Galet
| Titel = Dictionnaire encyclopédique des cépages
| Auflage = 1.
| Verlag = Hachette Livre
| Jahr = 2000
| ISBN = 2-0123633-18
}}
* {{Literatur
| Autor = Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff
| Titel = Taschenbuch der Rebsorten
| Auflage = 13.
| Verlag = Fachverlag Fraund, Mainz
| Jahr = 2003
| ISBN = 3-921156-53-x
}}

*Dagmar Ehrlich: Das Rebsorten ABC, Reben und ihre Weine, München: Hallwag (Gräfe & Unzer) 2005, ISBN 3-7742-6960-2

Kategorie:Weiße Rebsorte

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