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Stadtbahn

23.05.2012 @ 21:15, Röhrender Elch,

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{{Dieser Artikel|behandelt die Stadtbahn als urbanes Nahverkehrssystem. Zu den gleichnamigen Eisenbahnstrecken siehe Berliner Stadtbahn beziehungsweise Vaihinger Stadtbahn.}}

miniatur|[[Stadtbahn Hannover in der U-Bahn-Station Kröpcke]]
miniatur|hochkant|U-Stadtbahn-Logo, wie es von einigen Betrieben in Nordrhein-Westfalen verwendet wird

miniatur|hochkant|Logo der [[Stadtbahn Stuttgart]]

Eine Stadtbahn ist ein zu den Bahnen gehörendes Verkehrssystem des innerstädtischen öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV, Stadtverkehr). Der Begriff wird für das einzelne Fahrzeug (Stadtbahnwagen, Stadtbahnzug), eine Stadtbahnlinie und als Kurzform auch für eine Stadtbahnstrecke verwendet.

Begriffsgeschichte


In der Geschichte sind hauptsächlich drei Perioden zu unterscheiden. Besonders populär ist dabei die Entwicklung ab den 1970er Jahren in Westdeutschland, die sich als eine Mischform aus U-Bahn und Straßenbahn darstellt. Während diese Bahnen in Innenstädten oder an anderen verkehrlichen Engpässen hauptsächlich wie U-Bahnen in Tunneln und streckenweise auch als Hochbahn oder im Trog verkehren, haben andere Strecken einen modifizierten, ausgebauten Straßenbahncharakter. Berücksichtigung findet eine Verkehrstrennung (vgl. autogerechte Stadt); auch oberirdische Strecken verlaufen überwiegend auf besonderen Bahnkörpern, niveaugleiche Kreuzungen mit dem Individualverkehr werden eisenbahnähnlich gesichert. Diese Bahnsysteme waren als Vorstufe für einen später vollständig auf unabhängige Bahnkörper umgestellten Betrieb gedacht. Wegen der hohen Baukosten wurde hiervon jedoch in allen Fällen Abstand genommen.

Der Begriff Stadtbahn stammt aus dem auslaufenden 19. Jahrhunderts und wurde zuerst in Berlin für eine Eisenbahnstrecke des Nah- und Fernverkehrs zwischen der damaligen Stadt Charlottenburg und Berlin entwickelt (Berliner Stadtbahn), er stammt somit von der Eisenbahn ab. Die Bezeichnung Stadtbahn war um die Jahrhundertwende auch häufig Bestandteil der Eigennamen von Betreibergesellschaften einzelner Straßenbahnnetze. Beispiele hierfür sind die 1882 eröffnete Straßenbahn Halle, die 1897 eröffnete Straßenbahn Solingen, die 1902 eröffnete Straßenbahn Marienbad und die 1909 elektrifizierte Straßenbahn Salzburg.

Vorstellungen zur Gestaltung eines innerstädtischen Nahverkehrs führten in Wien zum Bau der Wiener Stadtbahn. Diese ab 1898 als Dampfeisenbahn eröffnete Bahn erfuhr 1925 eine Wiedereröffnung als Wiener Elektrische Stadtbahn. Sie kann wegen ihrer Bauart, den eingesetzten elektrischen Stadtbahnfahrzeugen und einer ins normale Straßenbahnnetz wechselnden Linie als Vorgänger der oben genannten „modernen“ Stadtbahnsysteme betrachtet werden.

Unter der Bezeichnung Hamburg-Altonaer Stadt- und Vorortbahn wurde 1906 zwischen den damaligen Städten Blankenese, Altona (Elbe) und Hamburg mit dampfbespannten Zügen eine weitere Stadtbahn eröffnet, die heutige S-Bahn Hamburg. Im heute französischen Mulhouse verkehrte außerdem zwischen 1908 und 1918 die sogenannte Gleislose Stadtbahn Mülhausen, ein früher Oberleitungsbus-Betrieb.

Eine Unterscheidung von zwei Systemtypen (vergleichbar mit heutigen S- bzw. U-/Stadtbahnen) findet sich bereits in Meyers Konversationslexikon von 1908: „Stadtbahnen bleiben entweder auf den binnenstädtischen Personenverkehr, unter Umständen nebst gepäcklosem Vorortverkehr, beschränkt und sind dann hinsichtlich ihrer Bau- und Betriebsart ganz unabhängig, können also den Eigenheiten des großstädtischen Personenverkehrs in vollkommenster Weise angepaßt werden; oder sie ermöglichen an ihren Endpunkten wie an andern Stellen mittels direkten Anschlusses an äußere Fern- und Vorortbahnen den Übergang von Zügen zu und von diesen Bahnen und nehmen dann den Fern-, Vorort- und binnenstädtischen Personenverkehr, unter Umständen auch Güterverkehr, auf.Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 18. Leipzig 1909, S. 828-829 [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Stadtbahnen Text und Faksimile]

Ab den 1960er Jahren wurden in Deutschland immer mehr Straßenbahnstrecken in den Innenstädten in Tunnel verlegt. Während kaum ausgebaute Straßenbahnsysteme mit wenigen in den Tunnel verlegten Strecken als U-Straßenbahnen bezeichnet werden, etablierte sich der Begriff Stadtbahn für die modernisierten Systeme mit einem hohen Anteil an Tunnelstrecken. Im Köln-Bonner Raum (Köln gilt als Vorbild für andere vergleichbare Systeme) wurde sogar der regionale, ehemals als Eisenbahn betriebe Teil zur „Stadtbahn“ ernannt. Weitere Entwicklungen verwendeten dafür Bezeichnung wie Regionalstadtbahn oder RegioTram. Im französischsprachigen Ausland werden vergleichbare Systeme als „Métro léger“ oder „Prémétro“ bezeichnet, wobei der zweite Begriff den Betrieb der Tunnelstrecken mit Straßenbahnen als Vorläufer einer kreuzungsfreien U-Bahn bezeichnet. Andere Länder verwenden „Schnellstraßenbahn“ (z. B. Niederlande sneltram). Der englische Begriff ist „Light rail“, er bezeichnet jedoch gegenüber deutsch Stadtbahn unterschiedlichere ÖPNV-Verkehrssysteme, die gegenüber herkömmlichen Straßenbahnen höherwertige Standards haben, jedoch nicht den Kriterien einer vollwertigen U-Bahn entsprechen. Etabliert haben sich außerdem weitere Bezeichnungen: Tram-Train, City-Bahn etc.

In einer dritten Verwendungsperiode des Begriffs wird lediglich auf die rein innerstädtische Bedienung der Bahnen Bezug genommen - vergleichbar dem Stadtbus. So wird u.a. die herkömmlich gebaute Straßenbahn Erfurt heute als Stadtbahn bezeichnet. Der Begriff entwickelt sich in diesem Sinne auch zu einer Sammelbezeichnung für sämtliche innerstädtischen schienengebundenen Verkehrsmittel und kann Straßen-, U- und S-Bahnen oder Stadtbahnsysteme nach 1970er Vorbild (die „eigentlichen“ Stadtbahnen) umfassen. Eine Stadtbahn ist damit kein besonderer Verkehrsträger mehr, sondern einfach eine Bahn der Stadt und gleichzeitig Straßen-, U- oder S-Bahn.

Allgemeines

Die meisten Stadtbahnen sind Mischsysteme, die sowohl auf kreuzungsfreien Abschnitten im Tunnel (Untergrundbahn), als Hochbahn, im Einschnitt oder ebenerdig als auch auf Straßenbahnstrecken fahren. Stadtbahnen besitzen meist einen eigenen Gleiskörper. Sie haben – anders als die völlig vom übrigen Verkehr getrennten U- oder S-Bahnen – niveaugleiche Kreuzungen mit dem Straßenverkehr. Kreuzungsfreie Stadtbahnstrecken sind in der Regel signalisiert. Straßenbahnähnliche Strecken werden dagegen meist auf Sicht betrieben. Stadtbahnen werden häufig durch Ampelvorrangschaltung an Kreuzungen beschleunigt.

Die meisten älteren Stadtbahnsysteme nutzen Hochflurfahrzeuge. Für einen stufenlosen Einstieg in die Züge haben alle Tunnelbahnhöfe dieser Systeme Hochbahnsteige, wodurch sie kaum von richtigen U-Bahnhöfen unterscheidbar sind. Wegen eines Mischbetriebs mit Straßenbahnen mit Niederflureinstieg wurden jedoch in einigen Städten wie z.B. Köln nicht alle Stationen von Anfang an mit Hochbahnsteigen ausgestattet. In Duisburg fahren bis heute Straßenbahnen durch den Tunnel der Stadtbahn, weshalb in den Tunnelbahnhöfen sowohl Hoch- als auch Niedrigbahnsteigabschnitte vorhanden sind. An den oberirdischen Anschlussstrecken wurden beim Stadtbahnbau an den meisten Haltestellen ebenfalls Hochbahnsteige angelegt. In manchen Städten gibt es jedoch weiterhin oberirdische Haltestellen ohne Hochbahnsteige, sei es wegen eines Mischbetriebes mit normalen Straßenbahnen oder aus Platzgründen oder ästhetischen Gründen. Für Haltestellen ohne Hochbahnsteige besitzen viele Hochflur-Stadtbahnwagen sogenannte Klapptrittstufen.

Neuere Stadtbahnsysteme werden dagegen meistens mit Niederflurbahnen betrieben, die keine Hochbahnsteige benötigen und auch an schlecht ausgebauten Haltestellen, an denen es gar keine Bahnsteige gibt, einen relativ einfachen Einstieg ermöglichen. Die Kosten für die Umrüstung bestehender Straßenbahn-, aber auch Eisenbahnstrecken können dadurch gering gehalten werden. Auch in Köln entschied man sich in den neunziger Jahren, zwei Stammstrecken und die dazugehörigen Linienäste nicht mit Hochbahnsteigen auszurüsten und die wenigen bereits gebauten Hochbahnsteige wieder abzubauen. Durch den Einsatz von Niederflurstadtbahnen verschwimmt die Grenze zwischen Stadtbahnen und Straßenbahnen jedoch immer mehr, auch weil normale Straßenbahnstrecken ohne größeren Ausbau, u.a. dem Bau von Hochbahnsteigen, an Tunnelstrecken angeschlossen werden können.

Vergleich durchschnittlicher Reisegeschwindigkeiten

Durchschnittliche Betriebsgeschwindigkeiten in Düsseldorf im Jahr 2002:[http://www.duesseldorf.de/verkehrsmanagement/pdf/nvp_2002_2007.pdf Amt für Verkehrsmanagement – Landeshauptstadt Düsseldorf: Nahverkehrsplan 2002–2007, Düsseldorf 2003, S. 45]

{| class="wikitable"
|-
! Verkehrsmittel !! Durchschnittsgeschwindigkeit
|-
| Straßenbahn || 17 km/h
|-
| Stadtbus || 20 km/h
|-
| Regionalbus || 25 km/h
|-
| Stadtbahn || 29 km/h
|-
| Schnellbus || 31 km/h
|-
| S-Bahn || 39 km/h
|-
| Regionalbahn || 60 km/h
|-
| Regional-Express || 99 km/h

|}

Entwicklung in Deutschland


miniatur|Stadtbahn-Triebwagen in Stuttgart beim Wechsel in eine Tunnelstrecke

miniatur|Stadtbahnen und [[SPNV in Deutschland]]

Anfang der 1960er Jahre suchten viele mittlere Großstädte nach neuen Wegen, um den öffentlichen Personennahverkehr neben dem Individualverkehr attraktiver zu gestalten und von diesem zu trennen. Die Stadtplaner empfanden die im zunehmenden PKW-Verkehr mitschwimmende Straßenbahn als Verkehrshindernis. Eine Umstellung auf reinen Busverkehr war oft wegen des hohen Fahrgastaufkommens nicht sinnvoll, wurde besonders in Westdeutschland jedoch in vielen Mittel- und auch Großstädten durchgeführt. Städte mit U- und S-Bahnsystemen (u.a. Hamburg, Berlin) ersetzten Straßenbahnen durch gebrochene Verkehre und bauten Busbahnhöfe an Schnellbahnstationen. Der Bau reiner U-Bahn-Systeme erwies sich als zu teuer und zeitlich zu langwierig, daher gingen auch nur München (U-Bahn München) und Nürnberg (U-Bahn Nürnberg) diesen Weg. In beiden Städten blieben reduzierte Straßenbahnnetze als Ergänzung zur U-Bahn erhalten. Als Alternativmodell entstand die Stadtbahn, die mindestens auf eigenem Gleiskörper, in Innenstadtbereichen aber unterirdisch geführt werden sollte und durch Rampen an bestehende Straßenbahnstrecken angeschlossen werden konnte. Damit ließen sich neue Tunnelabschnitte oder Gleisbetten recht schnell in bestehende Systeme integrieren. Auf das Gesamtnetz umgerechnet sind Stadtbahnen erheblich billiger als Voll-U-Bahnen, da eine bestehende Straßenbahn-Infrastruktur weiter genutzt werden kann.

Die ersten Stadtbahnnetze mit U-Bahn-Strecken wurden 1966 in Stuttgart (Stadtbahn Stuttgart), 1968 in Frankfurt am Main (Stadtbahn Frankfurt am Main) und Köln (Stadtbahn Köln) eröffnet. Außer in Frankfurt wurden zuerst normale Straßen­bahn­fahrzeuge eingesetzt. Die Main-Metropole setzt auf einigen Linien bis heute straßen­bahn­kompatible Stadtbahnwagen mit Klapptrittstufen ein (U 5, U 6).

In Stuttgart wurden nur von Meter- auf Normalspur umgerüstete Strecken als Stadtbahn bezeichnet (inzwischen sind sämtliche Strecken umgespurt).

Die Tunnelanlagen wurden daher so ausgelegt, dass diese von normalen Straßen­bahn­wagen befahren werden konnten. Da die meisten Betriebe Einrichtungswagen einsetzten, entstanden in der Überzahl der Stadtbahnstädte in den Tunnelbahnhöfen Seiten­bahn­­steige – zuerst in niedriger Höhe. Mit dem Übergang zu speziellen Stadtbahnwagen wurden auf Stadtbahnstrecken vermehrt Mittelbahnsteige eingebaut. Diese entstanden gleich als Hochbahnsteige, die Seitenbahnsteige wurden in fast allen Betrieben mit Stadt­bahn­wagen zu Hochbahnsteigen umgebaut.

Im Ruhrgebiet und Düsseldorf (Stadtbahnnetz Rhein-Ruhr) sowie Frankfurt am Main und Stuttgart tragen Stadtbahnlinien das von reinen U-Bahn-Systemen (Berlin, Hamburg, München, Nürnberg) bekannte „U“ vor der Liniennummer. Die Zugänge zu den Bahnsteigen oder Bahnhöfen der Stadtbahnen sind ebenfalls mit diesem Hinweisschild ausgestattet.

In Hannover (Stadtbahn Hannover; Eröffnung 1975) sind die Zugänge zu den U-Bahn-Stationen und die oberirdischen Haltestellen mit einem Hochbahnsteig mit einem modifizierten U-Zeichen versehen (farbliche Absetzung der oberen beiden Enden des U: durch dieses Ü wird somit auch auf die Betreiberin üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe hingewiesen). Die verbliebenen oberirdischen Haltestellen mit Niedrigbahnsteigen werden langfristig mit Hochbahnsteigen ausgerüstet werden. Sie sind mit dem klassischen grün-gelben „H“-Zeichen gekennzeichnet.

In Köln sind alle unterirdischen sowie jene oberirdischen Haltestellen, die einem vollständigen Ausbau nach Stadtbahn-Standard entsprechen, mit dem klassischen blauen „U“ gekennzeichnet. Alle weiteren Haltepunkte tragen das bei Straßenbahnen und Bussen übliche grün-gelbe „H“ zur Kennzeichnung. Nur Karlsruhe verwendet das S-Bahn-Symbol. Köln war Vorbild für andere Städte, u.a. für die Stadtbahn Bielefeld.

In weiten Bevölkerungskreisen werden die Netze daher als U-Bahn wahrgenommen. Der Begriff „Stadtbahn“ hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch nicht überall durchgesetzt. Das ist vielen Betrieben recht, da sich die Marke „U-Bahn“ als sehr werbewirksam erweist; andererseits wird der weiterhin bevorzugte Gebrauch von „Straßenbahn“ von einigen Unternehmen (z. .B. Bielefeld) sehr kritisch gesehen. Ein späterer Übergang zu reinem U-Bahn-Betrieb war bei vielen Systemen (Frankfurt am Main, Hannover, Stuttgart) berücksichtigt, doch diese Entwicklung erscheint derzeit sehr unwahrscheinlich.

In Düsseldorf (Stadtbahn Düsseldorf) soll auf der derzeit in Bau befindlichen Wehrhahnlinie mit den neuen Stadtbahn-Linien U71, U72 und U73 ein Betrieb mit Niederflurwagen aufgenommen werden, da für den oberirdischen Einsatz dieser Fahrzeuge weniger störende besondere Ausbauten (Tief- anstatt Hochbahnsteige) nötig sind als bei einer herkömmlichen hochflurigen Stadtbahn. Dies zeigt sich unter anderem an den Linien U78 und U79, die streckenweise immer noch mehr an eine Straßen- als an eine Stadtbahn erinnern.

In Hannover ist die Umwandlung der Straßenbahn zu einer Stadtbahn seit 1996 weitgehend abgeschlossen, in Stuttgart ist dies seit 2008 der Fall. In anderen Städten wird neben der Stadtbahn auch weiter an der herkömmlichen Straßenbahn (Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Essen, Oberhausen), allerdings in Niederflurausführung, festgehalten. Das Stadtbahnnetz in Köln ist als Besonderheit in ein Hoch- und Niederflurnetz geteilt. In Mülheim an der Ruhr, Essen und Bochum werden im Tunnel liegende Meterspur-Abschnitte als Straßenbahnlinien geführt und zunehmend mit modernen niederflurigen Straßenbahnwagen befahren, während die älteren hochflurigen Modelle mittelfristig abgelöst werden sollen. Duisburg fährt Tram- und Stadtbahnlinien auf gemeinsamen Strecken. Dort verfügen die Straßenbahnwagen lediglich über ein kurzes Niederflurteil-Segment. In Bielefeld wird die Stadtbahn als U-Straßenbahn in Meterspur betrieben, eine Umrüstung auf Normalspur wäre jedoch möglich.

In Dortmund wurde seit 1983 die klassische Straßenbahn durch eine Stadtbahn ersetzt. Dieser Umbau ist seit 2008 mit der Inbetriebnahme des Ost-West-Tunnels (Tunnel III) vorläufig abgeschlossen. Die Tunnelstrecken I und II sind bereits stadtbahnmäßig ausgebaut und werden mit hochflurigen Stadtbahnwagen des Typs B80C und B100S betrieben, doch im neuen Tunnel auf dem Ost-West-Netz werden moderne Niederflurstraßenbahnwagen des Typs Bombardier Flexity Classic zum Einsatz kommen. Dadurch ist der Einstieg auch an den oberirdischen Haltestellen bereits wesentlich bequemer, allerdings wird der vollständige barrierefreie Ausbau dieser Haltestellen auf den neuen Stadtbahn-Linien U43 und U44 mit Tiefbahnsteigen noch bis voraussichtlich 2018 dauern.

Beim Tunnelbau wird zwischen dem Ausbau in Straßenbahn-Manier mit vielen niveaugleichen Kreuzungen und Abzweigen (typisch für Köln) und der Bauweise in U-Bahn-Manier mit meist kreuzungsfrei ausgeführten Abzweigen (Bielefeld, Stadtbahnnetz Rhein-Ruhr, Frankfurt, Hannover, Stuttgart) unterschieden. Die Trassierungselemente der Stadtbahn-Tunnelstrecken entsprechen weitgehend denen einer U-Bahn. Allerdings ist der Ausbau zum Teil teurer, da Stadtbahnen im Gegensatz zu den meisten Voll-U-Bahnen ihren Strom durch Oberleitungen erhalten. Daher muss das Tunnelprofil größer gehalten werden als bei mit Stromschienen betriebenen U-Bahnen. In wenigen Fällen kommt eine an die Tunneldecke konstruierte Stromschiene zur Anwendung.

In der DDR wurden keine Stadtbahnen gebaut. Dort setzte man häufig auf klassische Straßenbahnnetze mit vielen Linien, so dass dadurch eine höhere Flächendeckung (gegenüber Stadtbahnen) erreicht wurde. Diese war auch notwendig, da dort mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen waren als in Westdeutschland.

Erster echter Stadtbahn-Triebwagen


miniatur|[[U-Bahn Frankfurt#U1-Wagen|Stadtbahnwagen U1 im Verkehrsmuseum in Frankfurt-Schwanheim]]

Für die U-Bahn Frankfurt fertigte die DUEWAG 1965 erstmals zwei sechsachsige Stadtbahn-Prototypen, die weitgehend auf den bisher gelieferten Straßenbahnwagen, wie dem N-Wagen basierten. Er wurde 1965 erstmals auf der Internationalen Verkehrsausstellung in München präsentiert. Neu waren die elektronische Steuerung des Typs Simatic und die Möglichkeit, mehrere Triebwagen zu Zugverbänden kuppeln zu können. Eine Serienfertigung unterblieb jedoch. Sie wurden hauptsächlich für Fahrschul- und Probefahrten verwendet und verkehrten nur wenige Jahre im Linienbetrieb. Sie wurden bereits 1976 abgestellt, da sie inkompatibel zu den Stadtbahn-Wagen des Typs U2 waren. Die mit den Prototypen gemachten Erfahrungen flossen in den Nachfolger U2 ein, der in insgesamt 104 Exemplaren nach Frankfurt geliefert wurde und dort bis heute im Einsatz steht. Auch Edmonton, Calgary und San Diego beschafften in der Folgezeit den U2-Triebwagen.

Die Stadtbahn als Bahn einer Stadt


Seit Mitte der 1990er Jahre bezeichnen einige reine Straßenbahnbetriebe ihre Netze als Stadtbahn. So wurde 1996 die Erfurter Straßenbahn per Stadtratsbeschluss in Stadtbahn Erfurt umbenannt. Auch die Freiburger Verkehrs AG ist dazu übergegangen, ihre Straßenbahnen zusätzlich als Stadtbahn zu bezeichen. Die Stadt Chemnitz führte nach dem Chemnitzer Modell die Stadtbahn Chemnitz ein, bei der die Straßenbahn überwiegend vom Straßenverkehr getrennt ausschließlich oberirdisch und teilweise auf Eisenbahngleisen verkehrt. Den hier genannten Stadtbahnen gingen Streckenneu- und -ausbauten mit vom Individualverkehr unabhängigen Gleisführungen voraus, jedoch wurden keine Tunnelabschnitte eingeplant. Die Höchstgeschwindigkeit wurde erhöht (z. B. in den Außenbezirken von Erfurt auf 60 km/h), die Durchschnittsgeschwindigkeit im Stadtzentrum blieb aber gering. Der Begriff bezeichnet jetzt das rein innerstädtische Verkehrsmittel unabhängig vom Verkehrsträger. Eine Stadtbahn kann auf anderer Ebene auch einfach eine Straßenbahn sein.

miniatur|Straßenbahn-/Stadtbahnwagen NGT8DD in Dresden – vom Straßenverkehr getrennt auf Rasengleis geführt

Die Fahrzeuge verkehren weiterhin nach BO Strab, werden aber durch Rasengleis, eigene Gleisbetten usw. vom Straßenverkehr getrennt und können diesem damit wie Schnell(straßen)bahnen Konkurrenz machen. Angewendet wird im Gegensatz zum U-, S- und Eisenbahnverkehr bevorzugt die Niederflurtechnik. In Leipzig wurden nach 1990 drei stark frequentierte Straßenbahnlinien mit weitgehend eigenem Gleiskörper zu Stadtbahnlinien ausgebaut (siehe Leipziger Verkehrsbetriebe). In Dresden werden die Niederflurwagen seit Erstlieferung als Stadtbahnwagen bezeichnet und die Strecken dahingehend ausgebaut. Bis 2009 bestehen drei Tramlinien, die durchaus mit „klassischen“ Stadtbahnlinien konkurrieren können, da sie hauptsächlich vom Straßenverkehr getrennt sind. Ziel der Dresdner Verkehrsbetriebe ist ein nahezu kompletter Ausbau der Straßenbahnstrecken zu Stadtbahnstrecken.

Damit wird die Abgrenzung, ob es sich um eine Straßen- oder „klassische“ Stadtbahn handelt, verwischt. Nach diesem Konzept, das seine Vorteile vor allem in geringen Baukosten im Vergleich zu Stadtbahnen mit strikterer baulicher Trennung zum Straßenverkehr aufweist, wurde auch die politisch gescheiterte Stadtbahn Hamburg geplant, die teilweise zusammen mit dem Straßenverkehr geführt werden sollte.

Ähnliche Begriffsentwicklungen finden sich bei den von Metro(pole) abgeleiteten Bezeichnungen. Die Metro in Paris (Métropolitain) ist als eine Bahn in der Metropole definiert, ebenso die deutschen Metrotram-/ Metrobus-Systeme. Die MetroTram in Berlin ist damit auch als Stadtbahn zu bezeichen - eine Metropole ist auch eine Stadt.

Regionalstadtbahnen


Der Netzausbau erfolgte in einigen Städten durch Mitnutzung oder Reaktivierung von Eisenbahnstrecken, beispielsweise wurde die Straßenbahn Kassel auf die Bahnstrecke Kassel–Naumburg geleitet und bis Baunatal geführt. Im Raum Köln–Bonn entstand durch den Umbau zweier früherer Eisenbahnstrecken (Rheinuferbahn und Vorgebirgsbahn der ehemaligen Köln-Bonner Eisenbahnen) eine betriebliche Einheit (Hochflurstrecken) der Kölner Stadtbahn mit der 1974 eröffneten Stadtbahn Bonn. Wurde hier zunächst auch die Bezeichnung Stadtbahn eingeführt, so entwickelten sich doch durch teils weite Ausdehnungen der Netze und neue Verkehrsmodelle langsam andere Namen.

Richtungsweisend war das „Karlsruher Modell“. Dieses wurde ab 1992 bei der (Stadtbahn Karlsruhe) verwirklicht und ähnelt eher einer S-Bahn. Zum Einsatz kommen auch sogenannte Zweisystem-Triebwagen , die neben dem Gleichstrom von Straßenbahn-Strecken (750 Volt) auch den 15-kV-Wechselstrom aus der normalen DB-Oberleitung beziehen können. Das Netz reicht bis in das 84 Kilometer entfernte Heilbronn, wo – von dieser Strecke ausgehend – momentan ebenfalls ein Stadtbahn-Netz entsteht. Die Stadtbahn erfüllt damit sowohl die Aufgaben einer herkömmlichen Straßenbahn als auch die einer S-Bahn. Das Karlsruher Mischbetriebskonzept wurde auch bei der Saarbahn in Saarbrücken verwirklicht. Auch in Kassel wird neben der Straßenbahn im Mischbetrieb das Karlsruher Modell angewendet, man kann hier aber eher von einem S-Bahn-System sprechen, da die RegioTram Kassel am Hauptbahnhof/Kulturbahnhof die Systemwechselstelle (15000 V W./750 V =) passiert und in das BOStrab-Netz eintritt. Im Anschluss an einen ca. 200 Meter langen Tunnel folgt ab Scheidemannplatz ein Betrieb auf herkömmlichen Straßenbahnstrecken.

miniatur|Beim [[Zwickauer Modell verkehren Eisenbahnfahrzeuge im Straßenbahnnetz]]

Im Zuge der Netzausdehnungen aus Stadtgebieten in Regionen und den teilweisen Einsatz von Mehrsystemfahrzeugen wurden neue Bezeichnungen wie Regionalstadtbahn, RegioStadtbahn oder City-Bahn, Stadt-Umland-Bahn gebildet. Vergleichbare Ausdrücke mit historischem Ursprung sind Kreisbahn, Lokalbahn, Überlandstraßenbahn. Ähnlich wie bei Busverkehren wurde auch hier „Überland“ durch „Regional“ ersetzt (ÜberlandbusRegionalbus). Eine Regionalbahn ist heute in Deutschland jedoch ausschließlich eine Eisenbahn. Aus Frankreich erfolgte außerdem für ausgewählte Systeme die Übernahme der Bezeichnung „Tram-Train“.

Stadtbahnnetze ohne Tunnel-, aber mit einbezogenen Eisenbahnstrecken befinden sich in Deutschland in:
* Kassel (RegioTram Kassel mit Hybridtriebwagen für den Übergang zwischen elektrifizierter und nichtelektrifizierter Strecke)
* Zwickau (Dieseltriebwagen der Vogtlandbahn verkehren auf Straßenbahnschienen in der Innenstadt)
* Chemnitz (Variobahnen mit EBO-Ausrüstung, der City-Bahn Chemnitz fährt täglich auf der Strecke Chemnitz–Stollberg/Erzgeb.)

* Nordhausen im Südharz. Dieses von den Harzer Schmalspurbahnen betriebene Netz ist eine Besonderheit, da dort sowohl Diesel-Hybridtriebwagen als auch Dampflokomotiven eingesetzt werden.

Stadtbahnen in Österreich

miniatur|[[Lokalbahn Wien–Baden]]

In Wien gab es ab Ende der 1920er-Jahre bis 1945 bereits eine Kombination aus Straßenbahn und Stadtbahn. Damals wechselte die Straßenbahnlinie 18G vom Ostbahnhof kommend an der Gumpendorfer Straße zur Gürtellinie der Wiener Stadtbahn. Die verwendeten Triebwagen waren für den Straßenbahn- und Stadtbahnbetrieb geeignet – damit war diese Linie ein Vorläufer moderner Stadtbahnsysteme. Heute gehört die teils als Einschnittbahn, teils auf einem Viadukt verlaufende Gürtellinie zur U-Bahn (U6). Der Betrieb erfolgt heute mit Niederflurwagen.

Die Badner Bahn ist eine Überlandstraßenbahn mit Höchstgeschwindigkeit 80 km/h. Von der Wiener Oper bis Wien Schedifkaplatz sowie zwischen Baden Leesdorf und Baden Josefsplatz verkehrt sie als Straßenbahn, im Überlandbereich zwischen Wien Schedifkaplatz und Baden Leesdorf als Vollbahn auf eigenem Gleiskörper.

miniatur|[[Stubaitalbahn|Linie STB der IVB]]

Im Großraum Innsbruck kann die Linie STB (frühere Bezeichnung: Stubaitalbahn) als Regionalstadtbahn bezeichnet werden. Sie verkehrt zwischen Fulpmes und Innsbruck-Wilten auf eigenem Gleiskörper und setzt ihre Fahrt von dort bis zum Hauptbahnhof auf Gleisen der Innsbrucker Straßenbahn teilweise im Mischverkehr fort. Sie ist rechtlich keine Straßenbahn, sondern eine Nebenbahn, wird aber mit denselben Fahrzeugen wie die Straßenbahnlinien betrieben. Seit 2003 läuft die infrastrukturelle Umrüstung auf Stadtbahnstandard, sie wird der Nord-Süd-Ast des künftig T-förmigen Innsbrucker Stadtbahnnetzes.

Die Linzer Straßenbahn besitzt einen Innenstadttunnel, über den alle drei Linien den Hauptbahnhof anfahren. Dabei werden auch zwei unterirdische Stationen und eine nach oben geöffnete Haltestelle angefahren.

miniatur|Salzburg Lokalbahnhof

Bei den Strecken Salzburg–Lamprechtshausen und Bürmoos–Trimmelkam der Salzburg AG handelt es sich auf den Überland-Abschnitten zwischen Salzburg Itzling und Lamprechtshausen beziehungsweise Trimmelkam um einen Stadtbahn-Betrieb auf einer Vollbahn-Strecke. Der bestehende Tunnelabschnitt zwischen Salzburg Itzling und Salzburg Lokalbahnhof und dessen geplante Verlängerung durch die gesamte Innenstadt, der sich derzeit in Planung befindet, ist eine reine Stadtbahn-Strecke mit eingeschränktem Stadtbahn-Lichtraumprofil. Auf ihr kommen ausschließlich Stadtbahn-Fahrzeuge zum Einsatz. Die beiden Strecken sind in die S-Bahn Salzburg eingegliedert, es findet derzeit aus Mangel geeigneter Fahrzeuge (unterschiedliche Stromsysteme) im Personenverkehr jedoch kein Übergang zwischen dem Netz der Salzburg AG und ÖBB-Netz statt.

Ein kleines Teilstück der eingestellten schmalspurigen Ybbstalbahn wird im Raum Waidhofen als Stadtbahn weitergeführt, mit der Stadtbahn Waidhofen gibt es nach der Einstellung der Straßenbahn Ybbs in Österreich wieder eine Stadtbahn auf Bosnaspur (760 mm).

Stadtbahnen in der Schweiz

miniatur|Eigentrasse der Glattalbahn

In der Schweiz werden verschiedene Nahverkehrsbahnen als Stadtbahnen bezeichnet. Die Glattalbahn verbindet mehrere Gemeinden und den Flughafen Kloten im Norden von Zürich mit drei Linien. Sie stellt eine Mischung aus Straßenbahn/Tram und einer Eisenbahn dar; der größte Teil der Glattalbahn ist eigentrassiert, und als Rollmaterial werden die als Cobra bekannten Tramfahrzeuge der Verkehrsbetriebe Zürich verwendet. Die Métro Ouest in Lausanne wird technisch ebenfalls als eine Stadtbahn angesehen.

Die Stadtbahn Zug ist eine Mischung zwischen Stadtbahn und S-Bahn, da sechs Stationen in der Stadt Zug bedient werden. Sie verkehrt vor allem als Stadler FLIRT-Komposition auf dem Trassee der Schweizerischen Bundesbahnen.

Entwicklungen in anderen Ländern

Deutsche Stadtbahnkonzepte wurden von anderen Ländern übernommen, vor allem in den USA und Kanada. Die erhoffte Übernahme auch des deutschen Begriffs Stadtbahn erfolgte jedoch nicht. Teilweise entstanden als Eigenentwicklung auch ähnliche Systeme. Im Nordamerika wird oft die Bezeichnung MetroRail (Kurzform von Metropolitan rail) verwendet.

Europa


Stadtbahnsysteme wurden auch in Großbritannien heimisch. Das Netz in Newcastle upon Tyne besteht seit 1984. Dort wurden neben neuen Tunnelanlagen auch Eisenbahnstrecken ins Netzwerk einbezogen. Auch Manchester und Birmingham erhielten Stadtbahnsysteme. Für die Midland Metro Birmingham – Wolverhampton wird die Bezeichnung MetroTram verwendet.

In London entstand mit der Docklands Light Railway ein System, das auf Stadtbahntechnik mit den entsprechenden Fahrzeugen basiert, aber mit Stromschiene betrieben wird. Ein Teil der dort beschafften Wagen ist inzwischen nach Umbauten auf dem Essener Stadtbahnstrecken im Einsatz.

miniatur|Tram-Train der Stadtbahn Alicante an der im Mai 2007 eröffneten Station 264Mercado265 (Markt)

In Alicante (Spanien) wurde eine bestehende Schmalspurbahnlinie zum Anlass genommen, daraus ein Stadtbahnsystem zu entwickeln. Die Stadtbahn Alicante ist somit eine Regio-Stadtbahn. Im Mai 2007 wurde der erste Teil des Innenstadttunnels mit zwei unterirdischen Stationen in Betrieb genommen. Er wird von Tram-Trains befahren.

In Portugal entstand in jüngerer Zeit ebenfalls ein Stadtbahnsystem, die Metro do Porto. Die Bahn benutzt neue Tunnelstrecken und von Meter- auf Normalspur umgerüstete Eisenbahnstrecken.

In Polen existiert eine kreuzungsfreie Stadtbahnlinie in Posen. Die Strecke trägt eine Bezeichnung Schnelle Straßenbahn (Szybki tramwaj) und wurde im Einschnitt und als Hochbahn gebaut. Eine weitere gleichartige Strecke in Posen ist derzeit im Bau. Ebenfalls wird eine Stadtbahnlinie in Krakau gebaut, mit einem Tunnel und zwei unterirdischen Stationen. Sie soll von Niederflurfahrzeugen bedient werden.

In den Niederlanden fahren einzelne Linien der Metros in Amsterdam und Rotterdam abschnittsweise als Stadtbahn, dort als Sneltram bezeichnet. Die Fahrzeuge werden dabei in den Tunnelstrecken durch eine Stromschiene versorgt, auf den Stadtbahnabschnitten dagegen wie üblich durch eine Oberleitung. Die Sneltram Utrecht ist als reines Stadtbahnsystem weitgehend mit den Hochflurnetzen im Ruhrgebiet oder Köln vergleichbar, besitzt jedoch keine Tunnelstrecken. In der Region Den Haag ist 2006 das Stadtbahnnetz RandstadRail in Betrieb genommen worden, welches neben umgebauten Eisenbahnstrecken auch das Straßenbahnnetz von Den Haag sowie das U-Bahn-Netz von Rotterdam benutzt.

Die Metro Wolgograd in Russland sowie die Krivoy Rog Schnellbahn in der Ukraine werden als Metrotram bezeichnet.

miniatur|Triebwagen vom Typ Siemens-Duewag U2 in Calgary

Nord- und Südamerika


In den 1970er- und 1980er-Jahren entstanden Systeme mit deutscher Fahrzeugtechnik (Frankfurter Typ U2). Ein erstes Netz entstand 1977 im kanadischen Calgary, dem 1981 eines in Edmonton folgte. Ebenso eröffnete 1981 in San Diego eine Stadtbahn mit deutschen Fahrzeugen. Später folgten St. Louis (mit Tunnelstrecken), Baltimore, Salt Lake City, Denver, Dallas und Jersey City (gegenüber von New York City gelegen) und andere Städte. Aus bestehenden Straßenbahnstrecken wurden die Stadtbahnnetze in Pittsburgh, Newark, New Jersey und in San Francisco entwickelt. Neue Stadtbahnnetze mit deutschen Technikparametern mit Tunnelanlagen entstanden zudem in den mexikanischen Städten Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey. Im Jahre 2005 wurde eine Stadtbahn mit Flughafenanbindung in Minneapolis eröffnet. In Houston, Texas, fährt seit 2004 eine Light Railway 12 km durch die Innenstadt. 2009 wurde die Link Light Rail Stadtbahn in Seattle eröffnet. Bei dieser gibt es die Besonderheit, dass ein Innenstadttunnel im Mischbetrieb von Stadtbahnen und Duo-Bussen befahren wird.

Die grüne Linie der Bostoner Metro (Light rail) könnte als Stadtbahn bezeichnet werden, da hier Straßenbahnwagen im Innenstadtbereich in Tunnelanlagen, sonst als Straßenbahnen verkehren. Die Linie wurde 1897/98 eröffnet und war die erste unterirdisch fahrende Straßenbahn der Welt.

Asien


Das Londoner Docklands-Modell wurde in der türkischen Hauptstadt Ankara mit dem „Ankaray“-System nachgebaut. Weitere Stadtbahnsysteme wurden in Istanbul, Izmir, Bursa und Antalya angelegt.

Im Osten Asiens erhielt die philippinische Hauptstadt Manila ein Stadtbahnsystem. Dieses wurde so gut wie kreuzungsfrei gebaut und wird mit Fahrzeugen der belgischen Straßenbahn-Standardbauart (Lüttich, Oostende) sowie Fahrzeugen des tschechischen Herstellers ČKD Tatra betrieben.

Afrika


Auf dem afrikanischen Kontinent entstand eine Stadtbahn in Tunis.

Planungen

Deutschland

Aktuelle Planungen


Aktuell konkret in Planung befindlich sind Stadtbahnsysteme in

* Kiel (Realisierung derzeit offen), siehe Stadtbahn Kiel
* Ludwigsburg (Realisierung derzeit offen), siehe Stadtbahn Ludwigsburg

* Region Neckar-Alb (Tübingen, Reutlingen) (Realisierung derzeit offen), siehe Regionalstadtbahn Neckar-Alb

Derzeitige Überlegungen zu Stadtbahnen


Darüber hinaus wird in den folgenden Städten über Stadtbahnsysteme nachgedacht:

* Aachen (Realisierung derzeit offen), siehe Innenstadttrasse für die Euregiobahn + Campusbahn Aachen
* DortmundLünenBergkamenWerneHamm (Realisierung derzeit offen)[http://www.moebahn.de/t218f32-DSW-Stadtbahn-zwischen-Dortmund-und-Luenen-kopiert-Karlsruher-Konzept.html Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Dortmund-Hamm]
* Erlangen (Realisierung derzeit offen)[http://www.stadtbahn-erlangen.de/idee.html Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Erlangen]
* Fürth (Realisierung derzeit offen)[http://www.fuerth-stadtbahn.de/ Inoffizielle Seite zum Konzept einer Stadtbahn Fürth][http://www.nordbayern.de/region/fuerth/fahren-die-further-bald-wieder-strassenbahn-1.469667 Inoffizielle Seite zum Konzept einer Stadtbahn Fürth]
* Göttingen (Realisierung derzeit offen)[http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Als-Goettingen-fast-eine-Strassenbahn-bekam Inoffizielles Konzept der Stadtbahn Göttingen]
* Hamm (Realisierung derzeit offen)[http://www.lvp.nrw.de/igvp/download/dossier/11149_Dossier.pdf Offizielles Konzept der Stadtbahn Hamm][http://www.hamm.de/dokumente/BegruendungFNPgez_Dez_08.pdf Offizielles Konzept der Stadtbahn Hamm]
* Ingolstadt (Realisierung derzeit offen), die Grünen stellten am 6. Oktober 2011 einen Antrag an den Oberbürgermeister zur Untersuchung einer Stadtbahn in Ingolstadt[http://www.gruene-ingolstadt.de/downloads/doc_download/71-20111006-antrag-stadtbahn Antrag der Grünen zur Untersuchung einer Stadtbahn in Ingolstadt], siehe Ingolstadt
* Lübeck (Realisierung derzeit offen)[http://die-stadtwelten.de/Planning/site/P4/Liniennetz.html Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Lübeck], siehe Stadtbahn Lübeck
* Münster (Westfalen) (Realisierung derzeit offen)[http://www.stadtbahnmuenster.info/ Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Münster (Westfalen)]
* Osnabrück (Realisierung derzeit offen)[http://www.os-stadtbahn.de/ Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Osnabrück], siehe Stadtbahn Osnabrück
* Passau (Realisierung derzeit offen)[http://www.vcd-bayern.de/passau/daten/Neue_Ideen_zur_Stadtbahn_Passau.pdf Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Passau]
* Pforzheim (Realisierung derzeit offen)[http://www.ka-news.de/region/pforzheim/Thema-Stadtbahn-bleibt-heisses-Thema-in-Pforzheim;art6217,333495 Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Pforzheim][http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/Region/arid,245279_puid,1_pageid,18.html Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Pforzheim]
* Regensburg (Realisierung derzeit offen)[http://srv19.regensburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1859&options=2 Offizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Regensburg], siehe Stadtbahn Regensburg
* Rosenheim (Realisierung derzeit offen)[http://www.roregio.org/ Seite zum Konzept der Stadtbahn Rosenheim]
* Schwerin (Realisierung derzeit offen)
* Trier (Realisierung derzeit offen)[http://unsgruenertrier.blog.volksfreund.de/tag/strassenbahn/ Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Trier][http://unsgruenertrier.blog.volksfreund.de/2009/05/26/petrisberg-aufstieg-die-diskussion/ Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Trier][http://www.buergerhaushalt-trier.de/vorschlag/1800 Offizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Trier][http://www.buergerhaushalt-trier.de/vorschlag/2426 Offizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Trier][http://www.buergerhaushalt-trier.de/vorschlag/2430 Offizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Trier]
* Tuttlingen / Villingen-Schwenningen / Rottweil (Realisierung derzeit offen), im Zuge der Ringzug-Erweiterung[http://www.stadtbahn-tuttlingen.de/ Seite zur Stadtbahn Tuttlingen]
* Wiesbaden (Realisierung derzeit offen), städt. Beschluss gegen Realisierung 2001; der RMV prüft im Mai 2011 erneut eine Stadtbahn in die Innenstadt[http://www.stadtbahn-ja.de/ Bürgerinitiative Stadtbahn – ja][http://www.fr-online.de/rhein-main/wiesbaden/rmv-prueft-bahn-zur-innenstadt/-/1472860/8432206/-/ Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Wiesbaden], siehe Stadtbahn Wiesbaden

* Wolfsburg (Realisierung derzeit offen)[http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2165/artid/6837792 Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Wolfsburg][http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2165/artid/6859970 Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Wolfsburg][http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2165/artid/7979715 Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Wolfsburg]

Derzeit verworfene Planungen


Darüber hinaus wurde in den folgenden Städten über Stadtbahnsysteme nachgedacht:

* Braunschweig / Salzgitter / Wolfenbüttel (Realisierung derzeit unwahrscheinlich), Einführung eines Dreischienengleises - 1100 mm (Straßenbahn) + Normalspur, siehe RegioStadtBahn Braunschweig
* Bremen / Delmenhorst (Realisierung derzeit unwahrscheinlich)
* Bremerhaven / Cuxhaven / Langen (Realisierung derzeit unwahrscheinlich)[http://www.heiko-jacobs.de/jacobs/sonntag4.html Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Bremerhaven]
* DortmundHagenLüdenscheid (Realisierung derzeit unwahrscheinlich), siehe Regionalstadtbahn Hagen
* Flensburg (Realisierung derzeit unwahrscheinlich)Inoffizielles Konzept der Stadtbahn Flensburg von der Website des [http://www.pro-bahn-sh.de Fahrgastverbandes PRO BAHN Landesverband Schleswig-Holstein / Hamburg]
* Frankenthal (Pfalz)WormsLudwigshafenMannheim (Realisierung derzeit unwahrscheinlich)
* Hamburg (Realisierung derzeit unwahrscheinlich), Realisierung einer Stadtbahn im Koalitionsvertrag des Senats aus CDU und GAL beschlossen, nach vorzeitigem Ende der Koalition bei derzeitiger SPD-Alleinregierung aber derzeit kein Thema, siehe Stadtbahn Hamburg
* Hanau (städtischer Beschluss gegen Realisierung)[http://www.stadtbahn-hanau.de/ Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Hanau]
* IserlohnHemerMenden (Realisierung derzeit unwahrscheinlich)[http://www.hoennetaler.de/mendeniserlohn.htm Inoffizielle Seite zur Planung der Stadtbahn Iserlohn-Hemer-Menden], siehe Stadtbahn Iserlohn-Hemer-Menden
* Kaiserslautern (Realisierung derzeit unwahrscheinlich)
* Magdeburg (Realisierung derzeit unwahrscheinlich)
* Marburg (Realisierung derzeit unwahrscheinlich)[http://www.gimbel-mr.de/f-straba.htm Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Marburg]
* PlettenbergHerscheid (Realisierung derzeit unwahrscheinlich), die Einführung einer dieselbetriebenen Stadtbahn wurde im Jahr 1998 geprüftNahverkehrsplan des Märkischen Kreises 1998, siehe Stadtbahn Plettenberg-Herscheid
* Ratingen (Realisierung derzeit unwahrscheinlich)[http://www.ratinger-wochenblatt.de/ratingen/content/news/newsDetail.html?command=display&btUid=bt_NewsArticle&iDf_id=d583e45:88df60:fc5509d95e:-4a2b Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Ratingen]
* Rostock (Plan aufgegeben)[http://www.stadtbahn-rostock.de/ Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Rostock]

* Siegen / Südwestfalen (Realisierung derzeit unwahrscheinlich)[http://www.bivs.de/02_inhalt/01_projektstudien/projektstudien_stadtbahn-fuer-siegen_02.html Inoffizielle Seite zum Konzept der Stadtbahn Siegen/Südwestfalen]

Frankreich


* Angers
* Grenoble
* Le Mans
* Lyon
* Montpellier
* Mulhouse
* Paris
* Straßburg

* Valenciennes

Rest der Welt


* Saudi-Arabien
** Mekka
* Serbien

** Belgrad (Im Bau)

Siehe auch


* Liste der Städte mit Stadtbahnen
{{Portal|Bahn}}

{{Portal|U-Bahn}}

{{Portal|Straßenbahn}}

Weblinks


{{Wiktionary|Stadtbahn}}
* [http://www.flickr.com/groups/stadtbahn/ Stadtbahn-Foto-Gruppe in Flickr.com]
* [http://www.stadtbahn-muenchen.de/ Konzept für ein Stadtbahnsystem für München und sein Umland]
* [http://www.stadtbahnmuenster.info/ private Infosite zur Stadtbahndiskussion in Münster]
* [http://home.arcor.de/e.lauterbach/stadtbahn/stb_linx.html Stadtbahnen und Artverwandtes (Linksammlung)]
* [http://www.u-bahnen-in-deutschland.de U-Bahnen und Stadtbahnen in Deutschland]

* [http://www.lightrail.nl/TramTrain/ TramTrain-die 2. Generation – Eine aktuelle Darstellung zu Mischbetriebsanwendungen]

Einzelnachweise


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Kategorie:Bahnbetrieb

Kategorie:Schienenfahrzeug

Stadtbahn
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